Das sogenannte Remote Tower Control Center in Leipzig: Jetzt läuft der Betrieb.

Remote Tower in LeipzigSaarbrückens Flugverkehr wird jetzt ferngesteuert

Flugzeuge, die in Saarbrücken starten und landen, werden jetzt aus Leipzig überwacht. Zwei weitere Flughäfen sollen bis 2022 folgen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Als um 6.51 Uhr eine Bombardier Dash 8 von Luxair am Flughafen Saarbrücken landete, wurde sie nicht aus dem örtlichen Kontrollturm überwacht. Seit Dienstagmorgen (4. Dezember) wird nämlich der gesamte Saarbrücker Flugverkehr aus Leipzig kontrolliert. Dort hat die Deutsche Flugsicherung ihr Remote Tower Control Center in Betrieb genommen, in dem zehn Fluglotsen arbeiten, die von Saarbrücken nach Sachsen gewechselt sind.

Über eine Entfernung von mehr als 400 Kilometern nutzen die Lotsen ein Kamerasystem in Saarbrücken. Video- und Infrarotkameras liefern ein 360-Grad-Bild und Details können hergezoomt werden. Das System erkennt zudem Bewegungen automatisch und hebt Objekte hervor. Auf Wunsch verfolgen bewegliche Kameras die Flugziele auch automatisch.

Erfurt und Dresden folgen bis 2022

«Es ist letzten Endes ein Kostensparprogramm», erklärte der Chef der Deutschen Flugsicherung, Klaus-Dieter Scheurle, kürzlich im Interview mit aeroTELEGRAPH zur Überwachung aus der Ferne. «Der Vorteil liegt einmal darin, dass ich keinen Tower mehr bauen und unterhalten muss. Zum anderen wird die Belegschaft von verschiedenen Towern an einer Niederlassung zusammengefasst, wird also größer und kann daher effizienter den Personaleinsatz zum Beispiel bei Krankheiten planen.»

In Saarbrücken bleibt der Kontrollturm zunächst weiter betriebsbereit. Nach dem Abschluss einer vierwöchigen Einführungsphase wird die Deutschen Flugsicherung mit ihrem Remote-Tower-Control-System in den Dauerbetrieb übergehen. Ebenfalls zum Projekt gehören die Flughäfen in Erfurt und Dresden. «Sie werden bis zum Jahr 2022 in Betrieb gehen», so Scheurle. Danach werde man «weitere Plätze ins Auge fassen».

Mehr zum Thema

Klaus-Dieter Scheurle: «Niemand hat die Sonderfaktoren vorhergesehen.»

«Es kommt jeder Flughafen für Remote Towers in Frage»

Animation des neuen Warschauer Flughafens: Die Betreibergesellschaft hat jetzt die Pklanung für den Tower ausgeschrieben.

Polen will den zweitgrößten Tower Europas

Kontrollturm des Croydon Airports: 1920 wurde der erste Kontrollturm der Welt aufgestellt.

Der Geburtsort der Flugsicherung

Technologie von Searidge: Auch Hongkong lässt es auf einen Test ankommen.

Flughafen Hongkong testet Remote Tower

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack