Terminal in Heathrow: Bald Lofts statt Warteräume?

Regierung will Heathrow schließen

London braucht einen ganz neuen Flughafen, findet Boris Johnson. Der Bürgermeister will nach dem Neubau in Heathrow neue Wohnungen bauen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Auch für Boris Johnson ist klar: Londons Flughäfen müssen dringend ausgebaut werden. «Wir saßen hier vierzig Jahre herum und taten nichts. Wir haben Zeit vergeudet und nun essen andere unser Mittagessen», erklärte Londons Bürgermeister am Montag (15. Juli) vor der Presse. Jede Diskussion um dritte Pisten in Heathrow oder Gatwick ist für ihn dennoch eine «intellektuelle Sackgasse». Um das Kapazitätsproblem zu lösen, taugten solche Vorschläge nicht. In Heathrow sei die Gegend einfach zu dicht besiedelt, bei Gatwick dauere ein Ausbau wegen Umwelteinwänden viel zu lange. Johnson will daher zwei Varianten weiter verfolgen, wie er ausführte: Eine Erweiterung von Stansted und noch viel lieber einen Neubau auf der Isle of Grain.

Für Heathrows Zukunft hat der Bürgermeister einen krassen Vorschlag. Die Regierung solle das Gelände für rund 15 Milliarden Pfund kaufen, den Flughafen schließen und darauf ein neues Quartier schaffen – das Royal Borough of Heathrow. 100'000 neue Wohnungen als Heim für 250'000 Menschen könnten dadurch entstehen.

«Auch Hitler hatte Visionen»

Der Flughafen Heathrow hört das nicht gerne. Es sei schon merkwürdig, dass gerade der Bürgermeister so etwas vorschlage. Die Schließung würde rund 114'000 Stellen zerstören, zudem gingen Steuereinnahmen verloren und dauere es mit den Alternativen länger, bis man wieder eine derart starke Stellung im weltweiten Luftverkehr aufgebaut habe, so eine Sprecherin zur Zeitung The Independent.

Auch Stararchitekt Terry Farrell ist nicht begeistert. Der Plan eines neuen Flughafens in der Themsemündung sei schlicht «verrückt», sagte er der Zeitung The London Evening Standard. «Auch Hitler hatte Visionen», ergänzte er mit Blick auf Johnsons kühnen Vorschlag. Das Projekt sei ganz einfach überrissen.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies