Flieger von Arik Air: Die Fluglinie warnt davor, dass es noch schlimmer wird

NigeriaPassagiere wegen Treibstoffknappheit gestrandet

Die Währungskrise in Nigeria wirkt sich auf die Luftfahrt aus. Importeure können nur noch wenig Kerosin ins Land bringen. Das führt zu teureren Tickets und Flugstreichungen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es klingt paradox, ist aber wahr. Obwohl Nigeria der größte Ölproduzent in Afrika ist, muss das Land den Treibstoff für die Luftfahrt importieren. Und das Kerosin ist knapp im Land. Infolge eines Wechselkurseinbruchs der nigerianischen Naira haben die Importeure Probleme, an genügend Devisen zu kommen, um den Treibstoff einzukaufen.

Der Preis schießt in der Folge in die Höhe. Von 115 Naira Anfang des Jahres stieg er inzwischen je nach Standort auf rund 200 Naira (61 Euro-Cent) an. Gerade für große Fluggesellschaften erhöht das die Kosten extrem. Arik Air etwa braucht für ihre rund 120 täglichen Flüge rund 500.000 Liter Treibstoff. Und das wiederum wirkt sich auf Ticketpreise aus. Um bis zu 50 Prozent sind diese inzwischen teurer geworden.

Zahlreiche Flüge gestrichen

Außerdem führt die Knappheit dazu, dass Airlines zahlreiche Flüge streichen müssen. Hunderte Passagiere sitzen an den Flughäfen in Abuja, Lagos und Kano fest. Fluggesellschaften warnen inzwischen sogar davor, dass es noch schlimmer wird. «Wenn die Importeure nichts tun, wird es zu noch mehr Ausfällen kommen», warnt etwa Arik Air in einer Mitteilung.

Auch Air Peace stößt an ihre Grenzen. Man habe es lange Zeit trotz der hohen Kosten geschafft, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Doch das sei ohne Einschränkungen nicht mehr möglich, so die Airline zu lokalen Medien.

Auch Verladung ist ein Problem

Wann sich die Situation wieder entspannt ist nicht klar. Denn es gibt nicht nur das Problem der Devisen. Auch logistisch ist die Versorgung eine Herausforderung. «Das Verladen von Fässern mit Jet-A1 und anderen Ölprodukten geschieht am selben Anleger», so Arik Air laut der Zeitung Daily Post. «Und verschiedene Lastwagen nach Kano oder Abuja an nur einem Pier zu beladen, braucht Zeit.»

Mehr zum Thema

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Visualisierung einer Boeing 747 von Can Am: Gelingt der Aufbau einer Jumbo-Jet-Flotte?

Deutscher will USA, Kanaren und Afrika mit neuer Airline verbinden - mit Boeing 747 mit reiner Business Class

Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Wer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier