Der Flughafen von Muskat nach Fertigstellung der aktuellen Bauphase bietet Kapazität für 12 Millionen Passagier pro Jahr.

Oman: Ärger beim Flughafenbau

Wirbel um die Bauarbeiten der Flughäfen Muskat und Salalah. Der Auftraggeber wechselt mitten in den Bauarbeiten die Projektleitung.

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Mitten im Projekt zieht das omanische Transport- und Telekommunikationsministerium die Reißleine. Der Projektleitungsauftrag für den Ausbau und die Modernisierung der beiden Flughäfen in Muskat und Salalah wird neu vergeben. Den Vertrag mit dem Gemeinschaftsprojekt Cowi-Larsen unter der Führung der dänischen Cowi-Gruppe wird Ende des Jahres auslaufen und nicht erneuert. In einer sehr kurzen Ausschreibung hat nun die amerikanische Hill International den Auftrag erhalten. sie setzte sich gegen drei weitere Bewerber durch. Cowi-Larsen erhielt vom Ministerium eine eindeutige Ansage und wurde zur erneuten Ausschreibung gar nicht mehr zugelassen.

Über die genauen Gründe schweigt sich das Ministerium aus und gibt lediglich zu verstehen, dass Zweifel bestehen, dass Cowi-Larsen derart komplexe Projekte angemessen stemmen kann. Beim Gemeinschaftsprojekt wirkte auch der Flughafen Kopenhagen mit. Es geht um viel: Der internationale Flughafen der Hauptstadt des Oman wird für 1,8 Milliarden Dollar umgebaut und erweitert. In Salalah investiert der Staat weitere 765 Millionen Dollar. Hill übernimmt den Beratungs- und Projektleitungsauftrag im neuen Jahr. Dabei müssen sich die Amerikaner in die laufenden Arbeiten einklinken und mit den bereits verpflichteten Partner zusammenarbeiten.

Ein zweiter internationaler Flughafen für Oman

Innerhalb von zwei Jahren soll der Ausbau in Muskat abgeschlossen sein. Die Kapazität in Omans Hauptstadt umfasst dann jährlich 12 Millionen Passagiere. Dafür wird unter anderem ein neues Terminal erstellt. Weitere Ausbaupläne sind bereits in der Schublade. Je nach Entwicklung des Flugverkehrs ist eine Kapazitätssteigerung bis zu 48 Millionen Passagiere geplant. Der Flughafen in Salalah, der zweitgrößte des Sultanats, soll International werden. Bis jetzt diente dieser hauptsächlich dem Inlandverkehr. Dazu wird neben einem neuen Terminal auch die Landebahn für einen Airbus A380 tauglich gemacht.

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