Flughafen Linz: Hoffnung dank EU-Subventionen.

EU gibt grünes LichtFlughafen Linz darf Flüge nach Frankfurt öffentlich ausschreiben - als subventionierte Strecke

Mit der Route von Austrian Airlines nach Frankfurt verlor der Flughafen Linz seine wichtigste Strecke. Nun sollen EU-Subventionen helfen, die Verbindung doch noch zu retten.

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Die Europäische Kommission hat die Ausschreibung subventionierter Flüge auf der Strecke Linz – Frankfurt genehmigt. Damit ist der Weg frei, um eine Fluggesellschaft zu finden, die die Verbindung künftig mit öffentlicher Unterstützung betreibt. Seit Ende Oktober wird sie von Austrian Airlines nicht mehr bedient.

Ein sogenannter PSO-Flug (Public Service Obligations) ist eine staatlich geförderte Linienverbindung, die für eine Region als verkehrlich oder wirtschaftlich notwendig gilt, sich aber für Airlines ohne Zuschüsse nicht rechnet. Solche Modelle gibt es etwa auch in Norwegen, Italien oder Schottland. Meist, um abgelegene Regionen oder kleinere Flughäfen auf Inseln an große Drehkreuze anzubinden.

Nur noch vereinzelte Flüge am Flughafen Linz

Ein Blick auf den Flugplan zeigt, wie dringend Linz diese Unterstützung braucht. Neben täglichen Frachtflügen und vereinzelten Charterverbindungen stehen derzeit nur vier wöchentliche Ryanair-Flüge nach Alicante und London-Stansted im Programm.

Die einst rege Linienanbindung ist längst Geschichte. Die Zeiten, in denen Swissair noch mit MD-80 nach Zürich flog, oder Lufthansa, Etihad Regional und Austrian Airlines Linz mit Frankfurt und Düsseldorf verbanden, sind längst vorbei. Zwar stieg das Passagieraufkommen im ersten Halbjahr 2025 um 61,5 Prozent auf 110.678 Fluggäste. Doch spätestens mit der Einstellung der Verbindung von Austrian Airlines nach Frankfurt zu Beginn des Winterflugplans scheint dieser Aufwärtstrend ein abruptes Ende gefunden zu haben.

Flughafen Linz seit Jahren in der Abwärtsspirale

Seit Jahren befindet sich der Flughafen in der Abwärtsspirale. Schon 2018 verlor Linz den Inlandsflug nach Wien, nachdem Austrian Airlines die Strecke eingestellt hatte. Die Bahnverbindung galt als ausreichend, ein Weiterbetrieb der Inlandsflüge als nicht mehr rentabel.

Inzwischen schreibt der Flughafen fünf Jahre in Folge Verluste, die Passagierzahlen sanken von über 436.000 im Jahr 2019 auf weniger als 200.000 im Jahr 2024. Erst eine Finanzspritze von acht Millionen Euro durch Land und Stadt Linz sicherte den Betrieb.

Verwaistes Passagierterminal: Viel ist in Linz nicht mehr los.

Nun keimt neue Hoffnung auf. 70 Jahre nach Gründung der Flughafen Linz Betriebs GmbH wollen die Eigentümer mit der PSO-Ausschreibung wieder eine stabile Linienverbindung etablieren. Die Strecke nach Frankfurt soll vor allem für die exportstarke Wirtschaft des Bundeslands wichtig bleiben. Austrian Airlines hatte sie zuletzt mit einer geleasten ATR 72-600 bedient, stellte die Verbindung aber Ende Oktober ein. Die Gründe: zu wenig Nachfrage, zu hohe Kosten.

Bis 8. Januar läuft die Ausschreibung für PSO-Flüge am Flughafen Linz

Nach der Genehmigung aus Brüssel startet nun die europaweite Ausschreibung, die bis zum 8. Januar 2026 läuft. «Die Entscheidung aus Brüssel ist ein wichtiges Signal für Oberösterreich», erklärte der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer in einer Aussendung. «Die Europäische Kommission bestätigt damit, dass der Flughafen Linz eine unverzichtbare Infrastruktur für unseren Export-, Industrie- und Tourismusstandort ist.»

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