Flugzeug beim Start: Billigflieger haben den Luftverkehr grundlegend geändert.

Aufkommen von BilligfliegernFlughafenverband bemängelt veraltete Slotvergabepraxis

Die aktuellen Regeln der Europäischen Union für die Vergabe von Slots sind 27 Jahre alt. Der Flughafenverband ACI beklagt, dass sie nicht mehr zeitgemäß sind.

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Sie sind mitunter die begehrtesten Hinterlassenschaften bankrotter Fluglinien. Werden an einen Flughafen mehr Flüge nachgefragt als dieser abfertigen kann, müssen Airlines sogenannte Slots ergattern. Diese Zeitfenster geben vor, wann ein Flug an einem Flughafen landen oder starten darf.

In Europa müssen Slots an beinahe jedem Drehkreuz  und größeren Verkehrsflughafen vergeben werden. Paris Charles de Gaulle oder Frankfurt sind nur zwei von vielen prominenten Beispielen. Für die Vergabe sind die jeweiligen Länder zuständig, für Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gelten eigene EU-Verordnungen. Genau diese bedürften einer dringenden Überarbeitung, bemängelt der Branchenverband ACI Europe.

Studie des MIT untersuchte Vergaben

In einer Mitteilung schreibt der Verband, der europäische Flughäfen vertritt, dass die jetzigen Vergaberegeln bereits vor 27 Jahren entstanden sind. Sie seien nicht mehr zeitgemäß. ACI Europe führt das Aufkommen von Billigfluggesellschaften als einen Faktor an, der den europäischen Luftverkehr im vergangenen Jahrzehnt grundlegend verändert hat.

Flughäfen und Airlines würden heute aber weniger Flüge abfertigen können, als eigentlich möglich, beklagt der Lobbyverband. Durch neue Regelungen würde es möglich sein, etwa zehn Prozent mehr Slots zu vergeben, sagt ACI Europe. Der Verband stützt die Aussage auf eine unabhängige Studie des Massachusetts Institute of Technology MIT.

Genaue Regeln

Die Studie hält vor allem fest, dass neu in einen markt eintretenden Fluggesellschaften mehr Rechte eingeräumt werden sollten. Dadurch könnten bestehende Anbieter ihre Macht nicht mehr missbrauchen. Zudem soll es generell möglich sein, Slots nach genauen Regeln zu handeln.

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