Käfige um die Tanks: Dubai schützt das Kerosin.

Mit Metallkäfigen gegen Drohnen: Dubai schützt die Treibstofftanks des Flughafens

Nach mehreren Angriffen verändert das Emirat den Schutz kritischer Infrastruktur an seinem größten Flughafen. Riesige Metallkonstruktionen sollen verhindern, dass Drohnen die Treibstofftanks in Dubai treffen.

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Wer nach oder via Dubai fliegt und am Dubai International Airport an den Treibstoffanlagen vorbeikommt, sieht inzwischen eine ungewöhnliche Konstruktion. Die großen Tanks stehen hinter mächtigen Metallgerüsten und Drahtgeflecht. Der Grund dahinter ist ernst. Die Käfige sollen die Tanks vor Angriffen schützen.

Die Idee dahinter ist simpel: Eine angreifende Drohne soll möglichst nicht bis zur Wand eines Tanks gelangen. Trifft sie zuvor auf das Metallgeflecht, kann sie in größerer Entfernung vom eigentlichen Ziel explodieren. Ähnliche Konstruktionen werden im Krieg zwischen Russland und der Ukraine zum Schutz von Fahrzeugen, militärischen Einrichtungen und Energieanlagen eingesetzt.

Drohne traf Treibstofftank in Dubai im März

Dass die Vereinigten Arabischen Emirate nun auch ihre kritische Infrastruktur auf diese Weise schützen, hat einen konkreten Hintergrund. Am 16. März traf eine mit Sprengstoff beladene iranische Drohne einen Treibstofftank am Flughafen Dubai. Der Angriff löste ein großes Feuer aus, der Luftraum wurde vorübergehend geschlossen. Ankommende Flugzeuge mussten ausweichen oder umkehren. Rund acht Stunden später wurde der kommerzielle Flugbetrieb wieder aufgenommen, obwohl noch Rauch aus dem Tank aufstieg.

Der getroffene Tank ist Teil einer Anlage mit insgesamt zehn Tanks auf der Südseite des Flughafens. Schon im Mai wurde bekannt, dass dort ein zusätzlicher Schutz gegen Drohnen entstehen soll, nachdem erste Fotos und Videos der Käfige die Runde machten. Der Flughafen selbst hat auf eine Anfrage von aeroTELEGRAPH bislang nicht geantwortet.

Menschen wurden bei Angriff auf Flughafen Dubai verletzt

Inzwischen sind die Konstruktionen fertiggestellt, wie Videos zeigen, die in den Sozialen Medien verbreitet werden. Dubai ist dabei nicht der einzige Ort, an dem Energieinfrastruktur der Emirate zum Ziel wurde: Auch Öllager in Fujairah und eine Gasverarbeitungsanlage in Habshan wurden während des Konflikts getroffen.

Und auch Dubai International selbst hatte bereits weitere Angriffe erlebt. Bei einem Treffer auf Terminal 3 wurden vier Menschen verletzt. Wenige Tage später explodierte erneut eine Drohne in der Nähe des Terminals. Dabei wurden ebenfalls vier Menschen verletzt sowie ein Airbus A380 von Emirates und ein Airbus A321 von Saudia beschädigt.

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