London Heathrow: Nicht genug genutzt

Braucht London mehr Pisten?

London streitet seit Jahren: Vergrößerung in Heathrow oder Gatwick? Ein ganz neuer Flughafen in der Themsemündung? Alles nicht nötig, so eine neue Studie.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

span>Großbritanniens Hauptstadt hat ein Luftfahrtproblem. Die Flughäfen operieren an den Grenzen ihrer Kapazität. Die Passagierzahlen steigen aber laufend weiter. In der Wirtschaft macht man sich deshalb Sorgen. Wenn sich nicht schnell etwas ändere, verliere London an Wichtigkeit. Der Abstieg sei vorprogrammiert. Was aber tun? Da sind die Meinungen gespalten und die Gespräche entsprechend festgefahren. Eine dritte Startbahn in Heathrow? Lieber Stansted, Gatwick ausbauen? Oder vielleicht einen ganz neuen Flughafen in der Themsemündung im Osten der Stadt – gegen jede Idee wurde bisher heftige Kritik laut.

Nun sagt eine neue Studie, dass dieser ganze Stress umsonst war. Das Stadtparlament London Assembly untersuchte die Kapazität an Londons Flughäfen. Das überraschende Ergebnis: Es gibt in London überhaupt keinen Mangel an Pisten. Im Gegenteil – die Flughäfen würden sogar zu wenig gebraucht. In Luton und Stansted seien noch jeweils die Hälfte der Slots ungenutzt, heißt es laut einem Artikel der Zeitung London Evening Standard.

Ungenutztes Potenzial in Heathrow

Und auch an den größeren Flughäfen Heathrow und Gatwick schlummere ungenutztes Potenzial. Heathrow arbeite zwar momentan schon mit 99 Prozent Auslastung. Doch allein mit dem Einsatz größerer Flieger könne man die Passagierzahlen am größten Flughafen der Stadt um ganze 20 Millionen erhöhen, so die Studie der London Assembly. Die Mitglieder sind gegen einen Aus- oder Neubau, weil sie die negativen Auswirkungen von Luftverschmutzung und Fluglärm für die Bewohner fürchten.

Die Argumente der Befürworter von Aus- oder Neubau umfassen auch die Drehkreuz-Aufgabe, die momentan von Heathrow wahrgenommen werde. Ein solcher Flughafen sei unentbehrlich, wenn London an die aufstrebenden Wirtschaften der Welt angebunden sein wolle. Auch hier liefert die Studie nun überraschend Neuigkeiten.

Stabilität ohne zusätzliche Immissionen

So wichtig sei die Hub-Funktion gar nicht, zeigt die Studie nun. Drei von vier Passagieren nutzten Heathrow nicht als Umsteige-Flughafen, sondern um eine Destination direkt anzufliegen. «130 Millionen Passagiere reisen über unsere Flughäfen pro Jahr», so die Autoren. Das sei bereits eine ganze Menge. «Die Herausforderung für die Regierung ist nun, die Wirtschaft stabil zu halten, ohne die Bürger mit noch mehr Lärm und Kosten zu belasten».

Mehr zum Thema

Blick aus einem Airbus A321 von Condor: Bald auch in London möglich.

Condor baut eigenes Zubringernetz weiter aus

Flughafen Gatwick mit beiden Pisten: Die nördliche Piste wird bis 2030 verschoben.

Grünes Licht für zweite Piste in London-Gatwick

Boeing 787-8 von Tui: Ein Dreamliner musste am 29.Juni unplanmäßig in Stansted landen.

Boeing 787 von Tui Airways macht Hüpfer von London nach London

ticker-london-gatwick-lgw

Wechsel beim Flughafen London- Gatwick: Pierre-Hugues Schmit übernimmt Chefposten

Video

airbus a330 antarktis
Im vergangenen Dezember landete erstmals ein Airbus A330 in der Antarktis. Jetzt gibt es reichlich Einblicke ins Cockpit während dieses Fluges.
Timo Nowack
Timo Nowack
Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack