Fluggäste von Surf Air: Wie steht es um die Fluggesellschaft wirklich?

Klagen und SchuldenFlatrate-Airline Surf Air in Turbulenzen

Die Flatrate-Airline hat Ärger mit einem ehemaligen Geschäftspartner und den Steuerbehörden. Zudem hat Surf Air das Angebot in Europa ausgedünnt.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Seit rund fünf Jahren fliegt Surf Air. Die Fluggesellschaft bietet Flüge im Privatjet zum Pauschalpreis an. Mitglieder in den USA zahlen einen monatlichen Mitgliedsbeitrag von 1950 Dollar und eine einmalige Aufnahmegebühr. Dafür dürfen sie dann so viel fliegen, wie sie wollen.

Lange schien es blendend zu laufen. Die aus Pilatus PC-12 bestehende Flotte wuchs ständig und Surf Air expandierte auch nach Europa. Doch offenbar gibt es hinter den Kulissen Probleme. Das Unternehmen Encompass Aviation war bis vor Kurzem für den Flugbetrieb der Airline in den USA zuständig, stellte also Crews und Wartung. Doch überraschend entschied sich Surf Air, den Anbieter zu wechseln.

Auch Steuerschulden

Surf Air unterschrieb einen Vertrag mit Advance Air. Danach eskalierte die Situation. Encompass verklagte die Flatrate-Airline und wirft ihr vor, Schulden von 3,1 Millionen Dollar nicht bezahlt zu haben. Surf-Air-Chef Sudhin Shahani weist laut der Zeitung Los Angeles Times die Vorwürfe von sich. Was Encompass sage, sei nicht wahr. Das alles seien Vorwürfe eines beleidigten ehemaligen Geschäftspartners.

Man habe die Zusammenarbeit mit Encompass Aviation beendet, weil das Niveau der Dienstleistungen nicht mehr gestimmt habe, so Shahani. Surf Air überlege sich, ebenfalls rechtliche Schritte einzuleiten. Doch eine Sache kann er nicht leugnen: Seine Fluggesellschaft schuldet dem Staat Steuern in Höhe von mehr als zwei Millionen Dollar. «Das alles wird bezahlt», so Shahani. Man befinde sich in engem Kontakt mit den Behörden.

Flugprogramm in Europa dünner

In Europa betreibt Surf Air aktuell zwei Basen in Mailand und Zürich. Von dort steuert sie Basel, Brüssel, Genf, Luxemburg, München, Nizza und Wien an. Durchgeführt werden die Flüge von der österreichischen Jet Class. Geplant war einst deutlich mehr. Die Basis in London wurde wieder geschlossen.

«Es stimmt, wir haben uns auf Mailand und Zürich fokussiert», sagt Verkaufschef Christian Stokes gegenüber aeroTELEGRAPH. Man hoffe aber, bald neue Routen ab Nizza bekannt geben zu können. Zudem habe man ergänzend zum klassischen Abo eine neu Art von Mitgliedschaft eingeführt. Sie kostet nur 280 Euro pro Monat, dafür bezahlt man für einen einfachen Flug dann 400 Euro.

Mehr zum Thema

Kabine von Surf Air: Die Fluggesellschaft kommt nach Europa.

Flatrate-Airline Surf Air kommt nach Europa

Fluggäste von Surf Air: In Europa sind eher Geschäftsreisende das Zielpublikum.

Surf Air greift Swiss auf Business-Routen an

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

Die Boeing 787 hebt in München ab: Viel Staub aufgewirbelt.
Ein Dreamliner ist beim Start in München ungewöhnlich spät abgehoben und hat dabei eine große Staubwolke aufgewirbelt. Die Boeing 787 von Vietnam Airlines flog danach Schleifen und kehrte zum Flughafen zurück. Sie steht noch immer neben der Piste.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die Landung der saudischen Boeing 787 in Funchal: ungewöhnlicher Gast auf Madeira.
Langstreckenjets sind am Flughafen von Madeira seltene Gäste. Nun gab es eine Premiere: Eine Boeing 787 der saudischen Regierung landete in Funchal. An Bord sollen sich Mitglieder der Königsfamilie befunden haben.
Redaktion
fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack