Fluggäste von Surf Air: Wie steht es um die Fluggesellschaft wirklich?

Klagen und SchuldenFlatrate-Airline Surf Air in Turbulenzen

Die Flatrate-Airline hat Ärger mit einem ehemaligen Geschäftspartner und den Steuerbehörden. Zudem hat Surf Air das Angebot in Europa ausgedünnt.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Seit rund fünf Jahren fliegt Surf Air. Die Fluggesellschaft bietet Flüge im Privatjet zum Pauschalpreis an. Mitglieder in den USA zahlen einen monatlichen Mitgliedsbeitrag von 1950 Dollar und eine einmalige Aufnahmegebühr. Dafür dürfen sie dann so viel fliegen, wie sie wollen.

Lange schien es blendend zu laufen. Die aus Pilatus PC-12 bestehende Flotte wuchs ständig und Surf Air expandierte auch nach Europa. Doch offenbar gibt es hinter den Kulissen Probleme. Das Unternehmen Encompass Aviation war bis vor Kurzem für den Flugbetrieb der Airline in den USA zuständig, stellte also Crews und Wartung. Doch überraschend entschied sich Surf Air, den Anbieter zu wechseln.

Auch Steuerschulden

Surf Air unterschrieb einen Vertrag mit Advance Air. Danach eskalierte die Situation. Encompass verklagte die Flatrate-Airline und wirft ihr vor, Schulden von 3,1 Millionen Dollar nicht bezahlt zu haben. Surf-Air-Chef Sudhin Shahani weist laut der Zeitung Los Angeles Times die Vorwürfe von sich. Was Encompass sage, sei nicht wahr. Das alles seien Vorwürfe eines beleidigten ehemaligen Geschäftspartners.

Man habe die Zusammenarbeit mit Encompass Aviation beendet, weil das Niveau der Dienstleistungen nicht mehr gestimmt habe, so Shahani. Surf Air überlege sich, ebenfalls rechtliche Schritte einzuleiten. Doch eine Sache kann er nicht leugnen: Seine Fluggesellschaft schuldet dem Staat Steuern in Höhe von mehr als zwei Millionen Dollar. «Das alles wird bezahlt», so Shahani. Man befinde sich in engem Kontakt mit den Behörden.

Flugprogramm in Europa dünner

In Europa betreibt Surf Air aktuell zwei Basen in Mailand und Zürich. Von dort steuert sie Basel, Brüssel, Genf, Luxemburg, München, Nizza und Wien an. Durchgeführt werden die Flüge von der österreichischen Jet Class. Geplant war einst deutlich mehr. Die Basis in London wurde wieder geschlossen.

«Es stimmt, wir haben uns auf Mailand und Zürich fokussiert», sagt Verkaufschef Christian Stokes gegenüber aeroTELEGRAPH. Man hoffe aber, bald neue Routen ab Nizza bekannt geben zu können. Zudem habe man ergänzend zum klassischen Abo eine neu Art von Mitgliedschaft eingeführt. Sie kostet nur 280 Euro pro Monat, dafür bezahlt man für einen einfachen Flug dann 400 Euro.

Mehr zum Thema

Kabine von Surf Air: Die Fluggesellschaft kommt nach Europa.

Flatrate-Airline Surf Air kommt nach Europa

Fluggäste von Surf Air: In Europa sind eher Geschäftsreisende das Zielpublikum.

Surf Air greift Swiss auf Business-Routen an

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies