Fluggäste von Surf Air: Wie steht es um die Fluggesellschaft wirklich?

Klagen und SchuldenFlatrate-Airline Surf Air in Turbulenzen

Die Flatrate-Airline hat Ärger mit einem ehemaligen Geschäftspartner und den Steuerbehörden. Zudem hat Surf Air das Angebot in Europa ausgedünnt.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Seit rund fünf Jahren fliegt Surf Air. Die Fluggesellschaft bietet Flüge im Privatjet zum Pauschalpreis an. Mitglieder in den USA zahlen einen monatlichen Mitgliedsbeitrag von 1950 Dollar und eine einmalige Aufnahmegebühr. Dafür dürfen sie dann so viel fliegen, wie sie wollen.

Lange schien es blendend zu laufen. Die aus Pilatus PC-12 bestehende Flotte wuchs ständig und Surf Air expandierte auch nach Europa. Doch offenbar gibt es hinter den Kulissen Probleme. Das Unternehmen Encompass Aviation war bis vor Kurzem für den Flugbetrieb der Airline in den USA zuständig, stellte also Crews und Wartung. Doch überraschend entschied sich Surf Air, den Anbieter zu wechseln.

Auch Steuerschulden

Surf Air unterschrieb einen Vertrag mit Advance Air. Danach eskalierte die Situation. Encompass verklagte die Flatrate-Airline und wirft ihr vor, Schulden von 3,1 Millionen Dollar nicht bezahlt zu haben. Surf-Air-Chef Sudhin Shahani weist laut der Zeitung Los Angeles Times die Vorwürfe von sich. Was Encompass sage, sei nicht wahr. Das alles seien Vorwürfe eines beleidigten ehemaligen Geschäftspartners.

Man habe die Zusammenarbeit mit Encompass Aviation beendet, weil das Niveau der Dienstleistungen nicht mehr gestimmt habe, so Shahani. Surf Air überlege sich, ebenfalls rechtliche Schritte einzuleiten. Doch eine Sache kann er nicht leugnen: Seine Fluggesellschaft schuldet dem Staat Steuern in Höhe von mehr als zwei Millionen Dollar. «Das alles wird bezahlt», so Shahani. Man befinde sich in engem Kontakt mit den Behörden.

Flugprogramm in Europa dünner

In Europa betreibt Surf Air aktuell zwei Basen in Mailand und Zürich. Von dort steuert sie Basel, Brüssel, Genf, Luxemburg, München, Nizza und Wien an. Durchgeführt werden die Flüge von der österreichischen Jet Class. Geplant war einst deutlich mehr. Die Basis in London wurde wieder geschlossen.

«Es stimmt, wir haben uns auf Mailand und Zürich fokussiert», sagt Verkaufschef Christian Stokes gegenüber aeroTELEGRAPH. Man hoffe aber, bald neue Routen ab Nizza bekannt geben zu können. Zudem habe man ergänzend zum klassischen Abo eine neu Art von Mitgliedschaft eingeführt. Sie kostet nur 280 Euro pro Monat, dafür bezahlt man für einen einfachen Flug dann 400 Euro.

Mehr zum Thema

Kabine von Surf Air: Die Fluggesellschaft kommt nach Europa.

Flatrate-Airline Surf Air kommt nach Europa

Fluggäste von Surf Air: In Europa sind eher Geschäftsreisende das Zielpublikum.

Surf Air greift Swiss auf Business-Routen an

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Video

alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack