Die neuen Sitze von Air Serbia: Mehr ist hier mehr - trotz mehr Sitzen mehr Komfort, verspricht die Fluglinie.

Neue Sitze für A319 und A320Fast wie ein zusätzlicher Jet für Air Serbia

Die serbische Nationalairline baut neue Sitze in ihre Europaflotte. Dadurch passen mehr Passagiere in ihre Airbus A319 und A320. Air Serbia kann so ohne zusätzliche Flieger ausbauen.

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Dane Kondić freut sich. Der Chef von Air Serbia hat ein Mittel gefunden, um seine Fluggesellschaft «konkurrenzfähiger zu machen, die Kosten pro Sitz zu reduzieren und das Umsatzwachstum zu beschleunigen», wie er selbst sagt. Das Mittel heißt Recaro BL3520.

Die serbische Nationalairline installiert in den kommenden Wochen den im Vergleich zum Vorgängermodell 2,6 Kilogramm leichteren Sitz des schwäbischen Herstellers Recaro in ihre zwei Airbus A320 und acht A319. Dadurch sinkt das Gewicht jedes Fliegers um 350 Kilogramm. «Das hilft uns Kerosin zu sparen und reduziert die CO2-Emissionen», so Kondić in einer Mitteilung. Es sind die gleichen Sitze, wie sie auch die Lufthansa-Airlines einsetzen.

Von 128 auf 144 Sitze

Weil die BL3520-Sessel dünner sind, gehen auch mehr von ihnen in ein Flugzeug. In den A319 werden statt 128 künftig 144 Sitze stehen, in den A320 statt 155 neu 174 Sitze. Das bedeutet eine Kapazitätserweiterung für Air Serbia auf der Mittelstrecke von 12 Prozent. Geschäftsführer Kondić fasst es plakativ zusammen: «Es entspricht dem Effekt eines zusätzlichen A320 in unserer Flotte.»

Das hilft Air Serbia vor allem im Sommer. Die Airline, an der Etihad Airways mit 49 Prozent beteiligt ist, kann die Kapazität in den nachfragestarken Monaten ohne zusätzliche Flieger erhöhen. Dann reisen viele Serben zurück in die Heimat und es kommen auch am meisten Touristen im Lande an. Trotz Verdichtung in der Kabine müsse der Passagier nicht leiden, verspricht Kondić. Im Gegenteil sogar. Man könne den Komfort und die Beinfreiheit dank besserem Design erhöhen, sagt er.

Gegen Billigairlines

Leichtere, dünnere und mehr Sitze in die Europaflotten einzubauen, ist ein genereller Trend. So können klassische Fluggesellschaften die Kosten pro Sitz reduzieren und werden im Vergleich zu den Billigairlines konkurrenzfähiger.

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