Unfall von Flug EK521Experten bergen Blackbox der Boeing 777 von Emirates

Die Suche nach der Ursache der Bruchlandung der Boeing 777 von Emirates in Dubai läuft. Dabei werden auch die Windverhältnisse genauer unter die Lupe genommen.

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Luftfahrt

Die Experten der nationalen Untersuchungsbehörde United Arab Emirates General Civil Aviation Authority, von Fabrikant Boeing und von Triebwerkshersteller Rolls Royce sind bereits an der Arbeit. Sie haben am Donnerstag den Flugschreiber und den Cockpit-Stimmenrekorder der verunglückten Boeing 777-300 von Emirates geborgen.  Danach konnte das völlig ausgebrannte Flugzeug von der Grünfläche neben der Piste 12L des Dubai International Airport geräumt werden.

Dort war die Maschine von Emirates am Mittwoch nach der Bruchlandung und einer Rechtsdrehung zum Schluss liegen geblieben. Danach brach Feuer aus. Die Untersuchung des Unglücks von Flug EK521 wird gemäß General Civil Aviation Authority drei bis fünf Monate dauern. Nach einem Monat soll jedoch ein erster Zwischenbericht veröffentlicht werden.

Winde aus Nordwesten

Noch gibt es wenige offizielle Aussagen zu möglichen Ursachen. Bekannt ist inzwischen nur, dass zur Zeit der Landung von Flug EK521 in Dubai Winde aus Nordwesten mit einer Geschwindigkeit von 39 Kilometer pro Stunde geherrscht haben. Dies teilte das National Centre for Meteorology and Seismology mit. Gemäß Emirates-Chef Ahmed bin Saeed Al Maktoum könnten plötzlich aufgetretene Scherwinde den Pilot veranlasst haben, durchzustarten. Der lokale Luftfahrtberater Mark Martin glaubt denn auch, dass ein instabiler Anflug zum plötzlichen Abfall und zum harten Aufprall auf Piste 12L des Dubai International Airport geführt haben könnte.

Immerhin eines zeigt sich immer mehr: Die Evakuierung hat sehr gut geklappt. Es wurden nämlich nur fünf Passagiere und ein Besatzungsmitglied leicht verletzt, wie Emirates am Donnerstag (4. August) zu früheren Angaben ergänzte. An Bord befanden sich 282 Passagiere und 18 Besatzungsmitglieder. Darunter waren zwei Deutsche und ein Schweizer. Fünf weitere Leichtverletzte sind wie das einzige Todesopfer Feuerwehrmänner, einer ist Polizist und die Funktion eines weiteren ist unbekannt.

Keine Videos mehr posten

Derweil warnte die General Civil Aviation Authority, Passagiere, sie sollten keine Videos oder Bilder des Unfalls auf Facebook, Twitter und Co. posten. Ein solches Vorgehen werde als «unverantwortlich und respektlos gegenüber den Opfern» eingestuft. Und darauf stehe in den Vereinigten Arabischen Emiraten Strafe.

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