Modell der 737 Max: Die echten Flieger bleiben am Boden.

Kanadische BehördeExperte fordert Boeing 737 Max ohne MCAS

Bei der Rückkehr der Boeing 737 Max geht es vor allem um Änderungen an der Flugsteuerungssoftware MCAS. Ein Fachmann will sie lieber ganz entfernen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Spätestens im Januar will Boeing die Luftfahrtbehörde der USA davon überzeugt haben, das Grounding der 737 Max aufzuheben. Kernpunkt werden die Änderungen sein, die der Flugzeugbauer an der Flugsteuerungssoftware MCAS vorgenommen hat. Sie hat bei den Abstürzen in Indonesien und Äthiopien die Nasen der Flugzeuge wiederholt nach unten gedrückt.

Doch ein Sicherheitsexperte des kanadischen Verkehrsministeriums Transport Canada meldet nun Zweifel an, ob Änderungen an der Software ausreichen. In einer E-Mail an internationale Kollegen bei den Luftfahrtbehörden FAA in den USA, Easa in Europa und Anac in Brasilien zeigt sich Jim Marko besorgt über offene Fragen zum MCAS. Sie würden fortbestehen und es tauchten laufend neue Fragen auf.

Geht es überhaupt ohne MCAS?

Marko schreibt von einem «Maß an Unbehagen», das dazu führe, «dass ich nicht untätig dasitzen und zusehen kann». «Den einzigen Weg, an diesem Punkt voranzukommen», so der erfahrene Ingenieur, «sehe ich darin, dass das MCAS weg muss.»

Die Frage, die sich daraus ergibt, lautet: Würde die 737 Max ohne das MCAS überhaupt die zugrundeliegenden Anforderungen der Behörden erfüllen?  Marko legt seiner Mail einige technische Diagramme bei und schreibt, tatsächlich würde eine Entfernung der Software Auswirkungen mit Blick auf die Zertifizierungsanforderungen haben. «Aber das sieht eher nach etwas aus, bei dem wir leicht einen Weg finden könnten, es zu akzeptieren.»

Gibt es ein Weihnachtswunder?

Transport Canada erklärte zur Mail ihres Mitarbeiters, über die zuerst die Zeitung New York Times berichtet hatte, es handele sich um einen Ausschnitt aus einer Diskussion auf Arbeitsebene. Den Experten sei dabei ein großer Spielraum für die Beurteilung aller Fragen und Alternativen für die sichere Rückkehr der 737 Max gegeben worden. Ähnlich äußerte sich die FAA. Hersteller Boeing erklärte, man arbeite weiterhin mit den Behörden weltweit zusammen und stelle ihnen die angefragten Informationen zur Verfügung.

Selbst wenn die E-Mail, die samt Diagrammen keinen Anklang finden und die Positionen der Behörden nicht beeinflussen sollte, zeigt sie doch: Auch unter hochrangigen Experten gibt es Unsicherheit rund um die Steuerungssoftware der 737 Max. Allerdings hat Marko die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben, dass Boeing die offenen Fragen doch noch restlos klären kann. «Es ist fast Weihnachten und wir können immer an Wunder glauben», so der Experte.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max 10: Bis zu 230 Passagiere.

Boeing hat erste Max 10 fertig gebaut

Boeing 737 Max für Fly Arystan: So soll sie aussehen.

Air Astana stattet Billigableger mit 737 Max aus

Boeing 737 Max: Wohl ab Anfang 2020 wieder in der Luft.

Boeing will im Dezember wieder 737 Max ausliefern

ticker-boeing-1

Boeing entwickelt KI-Plattform für Flugzeugwartung mit Microsoft

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack