Die E-55: Soll in Entwicklungsländern großen Absatz finden.

Ost-Flieger will die Welt erobern

Ein neues Flugzeug aus Tschechien soll bisherige Turboprop-Flieger weit hinter sich lassen - vor allem dank seiner Effizienz.

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Evektor hat in der vergangenen Woche den militärischen Prototyp seines neuen Hoffnungsträger E-55 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die E-55M ist die Weiterentwicklung der zweimotorigen Turbopropmaschine E-55 Outback. Am Flughafen Kunovice hatte die Maschine ihre Premiere. Der Flieger soll zeigen, dass es die tschechische Luftfahrtbranche noch gibt. «Sie ist noch am Leben», so Stanislav Sklenar, Präsident des dortigen Luftfahrtvereins.

Vor allem in die Passagierversion der Maschine setzt man beim tschechischen Hersteller große Hoffnungen. Rund sechs Jahre lang tüftelte der Evektor-Chefkonstrukteur mit Unterstützung des Ministeriums für Industrie und Handel am Flieger. Die zweimotorige Turbopropmaschine eignet sich für den Transport von 9 bis 14 Passagieren oder 1824 Kilogramm Fracht. Damit hat das bis zu 220 Knoten (rund 410 Kilometer pro Stunde) schnelle Flugzeug die geräumigste Kabine in seiner Kategorie.

Veraltete Flieger ersetzen

Mit dem neuen Flugzeug kann man laut Evektor auch bisherige einmotorige Turbopropmaschinen ersetzen. Es sei besonders wirtschaftlich und effizient. Die Kosten für den Flugbetrieb und die technische Wartung der E-55 Outback seien außergewöhnlich gering. Deshalb hofft der Konzern auf einen hohen Absatz vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern. Dort soll die Maschine veraltete Flieger der gleichen Größe ersetzen.

Ein weiterer Grund, weshalb man auf eine größere Nachfrage aus strukturschwachen Märkten etwa in Afrika oder Asien zählt: Die Maschinen können auch auf kurzen und unbefestigten Pisten starten und landen. In drei Versionen soll es die E-55 nach der Zulassung geben: Eine Cargo- eine Passagier- und eine Kombiausführung. Bei der würde die Umwandlung gemäß Evektor nur 20 Minuten dauern.

Sehen Sie den Jungfernflug der E-55M:

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