Eurowings-Flugbegleiterin im neuen Airbus A320 Neo: Bald Verstärkung von Easyjet?

Personal und RoutenEurowings will Easyjets Schwäche in Berlin nutzen

Kaum hat der britische Billigflieger einen Abbau in Berlin angekündigt, ist die Lufthansa-Tochter zur Stelle. Eurowings hat Interesse an Crews und Strecken von Easyjet.

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Die Farbe Orange wird am Flughafen Berlin im Winter seltener zu sehen sein. Denn Easyjet will die Anzahl der am deutschen Airport stationierten Flugzeuge von 18 auf nur noch 11 verringern. Dies könne bedeuten, dass man «unter Umständen die Anzahl der Kabinenbesatzung und der Piloten am BER um rund 275 Mitarbeitende reduzieren muss», so Easyjet am Dienstag (24. Mai).

Der Billigflieger verweist auf die steigenden Flughafengebühren in Berlin und auf eine schwächer als erwartete Erholung der Nachfrage in Deutschland. Daher wolle man sich nun «auf profitable Routen und das bestmögliche Streckennetz» fokussieren, so Easyjet. Ziel sei es, «einen langfristig profitablen Betrieb in Deutschland» möglich zu machen. Nun werde man mit der Personalvertretung sprechen.

Eurowings-Führung überrascht von Easyjet-Abbau

Bei Eurowings sorgte die Entscheidung der Konkurrentin für Überraschung, wie Airline-Chef Jens Bischof am Mittwoch (25. Mai) im Gespräch mit Journalisten sagte. «Wir saßen in der Geschäftsführungssitzung zusammen, als die Mitteilung kam, und haben unmittelbar reagiert», so der Manager.

Eurowings werden «allen interessierten Crews von Easyjet aus Berlin» Jobangebote machen, kündigt der Eurowings-Chef an. Stellenangebote für die Kabine habe man bereits online gestellt, solche fürs Cockpit würden folgen, wenn man sich mit den Betriebspartnern über Fragen wie etwa Seniorität abgestimmt habe, sagt Bischof.

Welche Strecken Eurowings will, ist noch unklar

Welche Routen ab Berlin Eurowings gerne von den Briten übernehmen würde, konnte Bischof noch nicht beantworten. «Wir reden ja von einem Teilrückzug von Easyjet ab dem Winterflugplan, also Ende Oktober», so der Chef der Lufthansa-Tochter. «Es ist noch nicht klar, welche Strecken genau betroffen sind.» Wo Easyjet sich aber zurückziehe und man eine gute Nachfrage sehe, sei man aber bereit, in die Lücken zu springen.

Man habe die Corona-Krise «bereits sehr, sehr gut hinter uns gelassen», gab Bischof sich optimistisch. Eurowings habe rund 800 Mitarbeitende neu eingestellt und suche weiter. Bei den angebotenen Sitzplatzkilometern werde man 2022 über dem Wert von 2019 liegen.

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