Laptop: In der Kabine sicherer als im Gepäck.

Electronics banEuropa wendet Elektronik-Verbot ab

Laptops und Tablets dürfen auf Flügen in die USA weiterhin an Bord genommen werden. Dafür müssen 280 Flughäfen und 180 Fluggesellschaften weltweit schärfere Kontrollen einführen.

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Für John Kelly ist klar: «Nichtstun ist keine Option». Die Gefahr von Terrorattentaten habe nicht nachgelassen, so der Chef des Ministeriums für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten. Im Gegenteil, man spüre sogar ein wieder steigendes Interesse der militanten Gruppen an Taten gegen die Luftfahrt.

«Terroristen wollen Flugzeuge herunterholen um Angst zu verbreiten. Sie wollen so unsere Volkswirtschaft ausbremsen und unsere Art zu Leben unterminieren. Das wirkt auch. Darum sehen sie die Luftfahrt auch immer noch als erstklassiges Ziel an», so Kelly am Mittwoch (28. Juni) in Washington bei einer Pressekonferenz. Die USA seien aber gewillt, dies zu verhindern. Darum hat sein Ministerium verschärfte Maßnahmen für rund 2100 tägliche USA-Flüge ab 280 Flughäfen weltweit beschlossen, um die Sicherheit weiter zu erhöhen.

Eine Probezeit

Eigentlich war auch für Europa ein Elektronik-Verbot geplant, wie es bereits seit März für Flüge aus dem Nahen Osten und Nordafrika gilt. Das konnte aber nach intensiver Lobbyarbeit abgewendet werden. Die europäischen und amerikanischen Fluggesellschaften fürchteten um die Einnahmen von ihren Businesskunden, die darauf angewiesen sind, ihre Laptops an Bord brauchen zu können.

Ganz vom Tisch ist der Laptop- und Tablet-Bann zwar noch nicht. Doch wenn die 180 betroffenen Fluggesellschaften und 105 Länder gewisse Bedingungen einhalten, kommen sie um das Elektronik-Verbot herum. Dazu müssen sie aber die Sicherheitsmaßnahmen an ihren Flughäfen verschärfen. Dafür gilt eine Frist von 21 Tagen für die schneller umsetzbaren Maßnahmen und 120 Tagen für die komplizierteren.

Aufatmen am Persischen Golf

Für eine Gruppe von Fluggesellschaften könnte die Ankündigung eine Erleichterung sein. Die Golfairlines Emirates, Etihad und Qatar könnten nach Einführung der verschärften Maßnahmen entlastet werden. Ebenso wird Turkish Airlines dies anstreben.

Konkret besteht das neue Paket des Ministeriums für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten aus diesen Maßnahmen:

  • Die Flughäfen müssen die Sicherheitskontrollen der Passagiere verschärfen
  • Das Durchleuchten von elektronischen Geräten muss ausgebaut werden. Auch mehr Spürhunde sind Pflicht.
  • Die Sicherheitsvorschriften auf dem Vorfeld und im Passagierbereich müssen verschärft werden

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