Flugzeug von Easyjet: Unheimliches Erlebnis in Genf.

European Common Aviation AreaEU droht britischen Airlines wegen Brexit

Der Brexit rückt näher. Und nun wird klar, dass die britische Luftfahrtbranche darunter leiden wird. Den Airlines droht der Ausschluss aus dem gemeinsamen EU-Luftraum.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Irgendwie wurde das Thema in den vergangenen Monaten in der Luftfahrtbranche fast totgeschwiegen. Wohl weil sie sehr viel verlieren kann. Doch nun rückt der Brexit näher und es wird klar. Fluggesellschaften in Großbritannien müssen wohl tatsächlich handeln. Wie die britische Zeitung Guardian berichtet, droht ihnen der Ausschluss aus dem gemeinsamen europäischen Luftraum, der European Common Aviation Area ECAA.

Der gemeinsame europäische Luftraum ermöglicht es Fluggesellschaften aus der EU, beliebig innerhalb der Staatengemeinschaft zu fliegen. Das heißt, dass zum Beispiel Easyjet ab Deutschland Dutzende Destinationen ansteuern kann, die nicht in Großbritannien liegen, wo sich der Sitz der Billigairline befindet. Diese Privilegien fallen künftig offenbar weg, wenn das Vereinigte Königreich nicht mehr Teil der EU ist.

Gespräche zwischen EU und Airlines

Darauf, so schreibt der Guardian, seien in den vergangenen Wochen die Vertreter großer Fluggesellschaften vorbereitet worden. Wollen sie weiterhin von dem Abkommen profitieren und auf Strecken außerhalb des Vereinigten Königreichs fliegen, dann müssten die Fluggesellschaften umbauen. Genauer heißt das, sie müssen eine Basis in der EU unterhalten, dort ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis AOC besitzen und mehrheitlich in EU-Besitz sein.

Easyjet bereitet sich darauf schon länger vor. Die Fluggesellschaft kündigte bereits vor dem Brexit-Votum an, sich im schlimmsten Fall für eine Lizenz in einem anderen EU-Land zu bewerben. Derzeit wird als heißester Kandidat dafür Irland gehandelt. Schon in den kommenden Wochen soll Easyjet einen entsprechenden Entscheid verkünden.

Thomas Cook gibt sich gelassen

British Airways fliegt derzeit ausschließlich ab britischen Zielen in die EU. Doch zur Mutterfirma International Consolidated Airlines Group IAG gehören auch andere Fluggesellschaften – unter anderem die Billigairline Vueling, die die European Common Aviation Area nutzt. Es ist also gut möglich, dass IAG sich auch Gedanken um die Aktionärsstruktur machen muss, um mehrheitlich in EU-Händen zu bleiben. Der Sitz von IAG ist in Madrid, die Unternehmenszentrale in London. Vom Unternehmen heißt es gegenüber dem Guardian, dass man alle gesetzlichen Anforderungen einhalten werde.

Christoph Debus, Airline-Chef von Thomas Cook, gab sich erst gerade im Interview mit aeroTELEGRAPH bezüglich dem Brexit gelassen. «Wir sind so oder so gut aufgestellt, da wir in allen Märkten ein AOC vorweisen können» so Debus. «Wir werden da also nach dem erfolgten Brexit Vorteile gegenüber anderen Wettbewerbern haben. Wir machen uns darum keine Sorgen.»

Mehr zum Thema

Airbus A321 Neo von Easyjet: Ein solches Flugzeug hatte Probleme mit dem Frachtraum.

Flug von Easyjet landet in Berlin – ohne ein einziges Gepäckstück an Bord

ticker-easyjet

Easyjet rüstet letzte Airbus A320 mit Sharklets nach

ticker-easyjet

Easyjet setzt zweiten A321 Neo ab Berlin ein und rüstet letzte Airbus A320 am BER mit Sharklets nach

ticker-easyjet

Easyjet springt nach Eurostar-Ausfall mit Zusatzflug und größeren Jets zwischen London und Paris ein

Video

Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies