Letzte Aktualisierung: 21:25 Uhr

Rollout des E190-E2

Embraer prescht still nach vorne

Der brasilianische Flugzeugbauer hat seinen neuen Flieger erstmals öffentlich präsentiert. Die Embraer E190-E2 unterscheidet sich vor allem in einer Sache von den Konkurrenten.

Es scheint derzeit ein Kampf der zwei Giganten zu sein: Airbus A320 Neo gegen Boeing 737 Max. Beide großen Flugzeugbauer bauen neue Modelle ihrer Kurz- und Mittelstreckenklassiker, die Kerosin sparen und die Umwelt schützen – und beide feiern das auch sehr öffentlich. Ganz nebenbei gibt es da aber auch noch einen Konkurrenten, auf den die beiden Hersteller vielleicht achten sollten. Embraer hat am Donnerstag (25. Februar) am Hauptsitz in São José dos Campos den E190-E2 präsentiert: Die neue Generation des Kurz- und Mittelstreckenklassikers E190.

Die Testflüge des neuen E190-E2 sollen in der zweiten Jahreshälfte beginnen. Rund 130 Passagiere kann der brasilianische Jet transportieren. Das erste Exemplar soll Anfang 2018 ausgeliefert werden. Den Erstkunden hält der Hersteller noch geheim. Insgesamt 600 Bestellungen für die sparsameren Modelle hat Embraer schon eingesammelt, 263 davon feste Orders.

Embraer hält Zeitplan bisher ein

Das bemerkenswerte am E190-E2: Der Jet befindet sich auf den Punkt genau im Zeitplan – und das ist in der Luftfahrt eine Seltenheit. Neue oder überarbeitete Modelle kämpfen oft mit Problemen, die den Rollout, den Erstflug oder die Auslieferung um einiges verzögern. «Das ist eine bemerkenswerte Leistung», schreiben die Experten von Airinsight. Doch jetzt gehe es um die Wurst. Wenn Embraer es wirklich schaffen sollte, auch nach den Testflügen den Zeitplan noch einzuhalten, dann wäre das wirklich eine Sensation.

Das E2- Programm umfasst drei Modelle: Als erstes soll 2018 der E190-E2 auf den Markt kommen, ein Jahr später soll die E195-E2 folgen, 2020 dann der E175-E2. Und Embraer macht ernst. Beim Rollout des E190-E2 erklärte der Flugzeugbauer auch gleich, dass man am nächsten Modell, dem E195-E2 Verbesserungen vornehmen werde. Man wolle sowohl das maximale Startgewicht des Fliegers erhöhen als auch Verbesserungen an den Flügeln vornehmen. So soll Reichweite und Effizienz verbessert werden.

Können die E2-Jets mit Airbus' A320 Neo- und Boeings 737 Max-Programmen mithalten?

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