Embraer E195 E2: Mehr Passagier als geplant.

Embraer knabbert an Airbus-Markt

Der brasilianische Hersteller verlängert seinen größten Jet. Der E195 E2 wird so zur Konkurrenz von Airbus, Boeing und Bombardier.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die ganz große Konfrontation vermeidet Embraer. Ende 2011 beschloss der brasilianische Konzern, kein völlig neues und deutlich größeres Flugzeug zu bauen und so Airbus und Boeing anzugreifen. Man sehe beim Projekt «Schwierigkeiten in Bezug auf die Rendite auf den Investitionen». Schon damals kündigte Embraer aber an, an einer Verlängerung seiner heutigen Modellreihe zu arbeiten.

Nun ist klar: Auch wenn Embraer dem Kampf mit Airbus und Boeing aus dem Weg geht – die Brasilianer versuchen zumindest an deren Markt zu knabbern. Die verlängerte Version des größten künftigen Modells, die E195 E2, werde 144 Passagiere fassen, erklärte kürzlich Vorstand Claudio Camelier in einem Interview. Es ist nicht nur die erste konkrete Angabe zur Stretch-Variante. Es ist auch mehr als gedacht.

Aufholen gegenüber Bombardiers C-Series

Die heutige Version E195 kann maximal 124 Passagiere aufnehmen, die E195 E2 in der Normalversion war für maximal 132 Reisende ausgelegt. Damit kommt Embraer dem Airbus A319 mit 124 beziehungsweise bei superdichter Bestuhlung 156 Sitzen sowie der Boeing 737-700 NG mit Platz für maximal 137 Passagiere nahe.

Embraer verkleinert aber auch den Abstand zu Bombardier wieder. Die Kanadier gaben letztes Jahr bekannt, eine vergrößerte Version der C-Series CS300 mit 148 bis 160 Sitzplätzen anzubieten. Bislang waren für das neue Flugzeug 135 bis 145 Plätze geplant. Damit will Bombardier auch Billigflieger ansprechen. Genau das ist auch das Ziel von Embraer mit dem Stretch-E195-E2.

Erste Auslieferungen im Jahr 2018

Embraer lancierte die E2-Familie mit den drei Modellen E175, E190 und E195 im Jahr 2013. Die ersten Maschinen sollen 2018 ausgeliefert werden. Das größte Modell wird die E195 (maximal 132 beziehungsweise 144 Plätze), das kleinste die E175 (maximal 88). Die größte Reichweite wird die E190 mit rund 5600 Kilometern aufweisen. Das reicht beispielsweise für einen Direktflug von Paris nach Doha.

Mehr zum Thema

ticker-embraer

Embraer erzielt Auslieferungsrekord im dritten Quartal

Embraer E195-E2 vom Azul: Die brasilianische Fluglinie ließ das Modell kurzzeitig ganz am Boden.

GPS-Probleme bei Embraer E2 treffen Airlines weltweit

ticker-embraer

Embraer erwägt neue Endmontagelinien auch in den USA

ticker-embraer

Embraer erzielt Rekordumsatz und hebt Jahresprognose an

Video

Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca