Israir profitiert: Die Airline bietet zahlreiche neue Flüge nach Deutschland an.

Israels Airlines geben Schub

Die Kritik am Open-Skies-Abkommen mit der EU war in Israel riesig. Nun profitieren auch heimische Airlines, etwa Israir. Sie baut in Deutschland aus.

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Seit Anfang des Monats hat der Ben-Gurion-Airport in Tel Aviv einen neuen Flugplan - mit deutlich mehr Verbindungen als bisher. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Flüge um 15 Prozent. Grund dafür ist teilweise das sogenannte Open-Skies-Abkommen zwischen Israel und der EU, das den bislang restriktiven israelischen Markt schrittweise öffnet.

Zuerst haben sie gejammert. Doch nun profitieren auch Israels Airlines davon. El Al bietet etwa 15 Prozent mehr Verbindungen an, etwa weitere tägliche Verbindungen nach London und Paris. Arkia verzeichnet ein Plus von 20 Prozent. Sie verbindet neu Israel mit Städten in Osteuropa, Spanien und Griechenland.

Schrittweise Öffnung bis 2018

Am meisten aber legt Israir zu. Die Fluglinie erhöht ihr Angebot gar um 30 Prozent. Sie fliegt künftig nach Stuttgart, München, Madrid und Budapest. Auch ausländische Airlines bauen ihre Verbindungen nach Israel aus. So fliegt Brussels Airlines künftig elf Mal wöchentlich von Brüssel nach Tel Aviv. Der Sommerflugplan gilt bis zum 25. Oktober.

Im Juni vergangenen Jahres unterzeichneten Israel und die EU das Open-Skies-Abkommen, das europäischen Airlines ermöglicht, ohne vorherige bilaterale Verträge neue Verbindungen nach Israel anzubieten. Allerdings erfolgt die komplette Öffnung schrittweise bis 2018, um den israelischen Airlines mehr Zeit zu geben, sich auf die neue Konkurrenz einzustellen. Das Abkommen hatte für massive Proteste und Streiks in Israel geführt. Die Airline-Mitarbeiter befürchten durch fallende Ticketpreise den wirtschaftlichen Kollaps ihrer Unternehmen und somit den Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen.

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