Skizze einer Drohne von Nautilus: Soll ab 2020 einsatzbereit sein.

ProjekteEine Drohne für 20 Tonnen Fracht

Ein chinesisches Unternehmen arbeitet an einer Drohne, die 20 Tonnen Fracht mitführen kann. In den USA wird an noch leistungsfähigeren unbemannten Flugobjekten gearbeitet.

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An eine Boeing 747-8 F kommt sie noch lange nicht heran. Der Fracht-Jumbo-Jet kann bis zu 134 Tonnen Fracht mitführen. Die geplante Drohne soll aber immerhin ein Siebtel dessen Kapazität mitführen können - und sie ganz alleine ausliefern. Das ist die Vision von Sichuan Tengden Technology.

Das chinesische Jungunternehmen hat bereits gezeigt, dass es das Geschäft Ernst nimmt. Im Dezember ließ es eine Frachtversion ihrer militärischen Kampfdrohne TB-001 Scorpion per Abwurf Material an Techniker in ein abgelegenes Gebiet in China liefern. Das unbemannte Flugobjekt kann maximal 1,2 Tonnen tragen. Dabei arbeitete Sichuan Tengden mit dem Logistiker SF Express zusammen.

Nicht nur für Fracht

Das soll aber nur der Anfang sein. Sichuan Tengden - auch Tengdoen oder Tengdun geschrieben - plant eine gigantische Frachtdrohne. Sie soll acht Triebwerke besitzen, eine Spannweite von 41 Metern aufweisen und bis zu 7500 Kilometer weit fliegen können.

Das Einsatzgebiet der Super-Drohne sollen neben Frachtflügen die Überwachung von Waldbränden, l Kartographie und Katastrophenbekämpfung sein. Der Erstflug is für 2020 geplant. Die Drohne wird die Ladung zwischen den zwei Rümpfen tragen - ähnlich wie Virgin Galactics Trägerflugzeug White Knight Two.

In den USA plant man noch größer

Die Chinesen sind allerdings nicht die einzigen, die so etwas planen. Die kalifornische Jungfirma Nautilus plant eine Drohne für bis zu 90 Tonnen Ladekapazität. Diese Drohne wäre 60 Meter lang und soll ebenfalls 2020 erstmals fliegen. Die Promotoren heben als Vorteil hervor, dass die Kosten gegenüber klassischer Luftfracht in etwa halbiert werden könnten. Boeing hat kürzlich eine Frachtdrohne vorgestellt, die allerdings nur bis zu 227 Kilogramm transportieren kann.

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