Airlines müssen obligatorische Zuschläge für Bearbeitung- oder Kreditkartengebühr neu auch in der Werbung angeben.

Das Ende der Lockvogelpreise

In Großbritannien müssen Easyjet & Co neu alle Zusatzkosten in der Werbung angeben. Das könnte in Europa Schule machen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Hob Easyjet die Flugpreise an? Diese Frage stellte sich wohl manch einer, der sich in den letzen Tagen mit den Flugreisen mit der Lowcost-Airline beschäftigte. Der Flug von Basel nach Nizza kostete 41.95 Franken. Früher waren es noch 25.95 Franken. Berlin-London kostet 34,49 Euro statt wie früher 23,45 Euro. Die billigsten Tarife wurden massiv erhöht. Der Grund liegt im Kleingedruckten. Neu wirbt die britische Billigairline mit dem Endpreis. Auch bei der Onlinebuchung werden daher obligatorische Zuschläge wie Bearbeitungs- oder Kreditkartengebühren von Beginn an gezeigt. Früher wurde der Kunde damit erst am Ende der Buchung überrascht.

Easyjet setzte damit bereits um, was in Großbritannien nun für obligatorisch erklärt wurde. Das Office For Fair Trading, eine Regierungsstelle die sich für Konsumenten einsetzt, einigte sich mit zwölf Fluggesellschaften auf diese Praxis. Neben Easyjet sind dies Aer Lingus, BMI Baby (welche die Regel kaum mehr betrifft), Eastern Airways, Flybe, Germanwings, Jet2, Lufthansa, Ryanair, Thomas Cook, Thomson (Tui) und Wizz Air. Bereits reagierten neben Easyjet andere Fluggesellschaften und passten ihre Werbung sowie die Website entsprechend an. Andere wie Ryanair ändern die Werbung auf den 1. August an, die Neuerung bei der Onlinebuchung folgt auf Ende Jahr.

Flugpreise einfacher vergleichen

«Dies ist ein großartiges Ergebnis für Millionen von Passagieren, welche Online buchen. So ist es möglich, die effektiven Flugpreise zu vergleichen», sagte Clive Maxwell, Chef des Office For Fair Trading. Die Fluggesellschaften dürfen zwar für die Buchung oder Bezahlung mit Kreditkarten nach wie vor teils happige Zuschläge erheben. Neu ist, dass diese Kosten transparent und von Beginn weg angezeigt werden. Easyjet verlangt beispielsweise eine Gebühr pro Buchung von 11 Euro, in der Schweiz 16 Franken und eine variable Gebühr, wenn mit Kreditkarte bezahlt wird. Ryanair verlangt gleich 6 Pfund oder Euro pro Passagier und Strecke. Das kann bei einem Familienurlaub die Kosten rasch in die Höhe treiben.

Diese versteckten Gebühren summieren sich. Das Office For Fair Trading rechnet alleine für Großbritannien mit 300 Millionen Pfund (umgerechnet 370 Millionen Euro), welche jährlich für Kreditkartenzuschläge bei Flugbuchungen bezahlt werden. Das Ende der Lockvogelpreise könnte in ganz Europa Schule machen. Die Briten betonen, dass sie in dieser Untersuchung eng mit den italienischen Behörden zusammen gearbeitet hätten, weitere Länder sollen folgen.

Mehr zum Thema

Airbus A321 Neo von Easyjet: Ein solches Flugzeug hatte Probleme mit dem Frachtraum.

Flug von Easyjet landet in Berlin – ohne ein einziges Gepäckstück an Bord

ticker-easyjet

Easyjet rüstet letzte Airbus A320 mit Sharklets nach

ticker-easyjet

Easyjet setzt zweiten A321 Neo ab Berlin ein und rüstet letzte Airbus A320 am BER mit Sharklets nach

ticker-easyjet

Easyjet springt nach Eurostar-Ausfall mit Zusatzflug und größeren Jets zwischen London und Paris ein

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies