Letzte Aktualisierung: um 19:01 Uhr
Partner von  

Brexit

Easyjet-Piloten bekommen österreichische Lizenzen

Das Vereinigte Königreich riskiert, beim Brexit ohne Luftfahrtabkommen mit der EU dazustehen. Darum überträgt Easyjet Piloten-Lizenzen nach Österreich und Deutschland.

Simeon Lüthi/aeroTELEGRAPH

Flieger von Easyjet: Die Billigairline sorgt für einen harten Brexit vor.

Noch ist nicht klar, was im kommenden April genau passiert, wenn der Brexit vollzogen wird. Und das macht der Luftfahrtbranche auf der Insel Angst. Denn dem Vereinigten Königreich droht der Ausschluss aus dem gemeinsamen europäischen Luftraum, der European Common Aviation Area ECAA.

Das Abkommen ermöglicht es Fluggesellschaften aus der EU, beliebig innerhalb der Staatengemeinschaft zu fliegen. Diese Privilegien fallen künftig weg, wenn das Vereinigte Königreich nicht mehr Teil der EU ist – außer London und Brüssel finden bis Ende März eine Lösung. Easyjet sorgt für den Ernstfall weiter vor. Die britische Billigairline überträgt die Lizenzen der europäischen Piloten in die EU, wie die Zeitung I schreibt. Bisher waren sie auf der Insel zugelassen.

Piloten ohne gültige Lizenz

Wegen der Unsicherheit um den Brexit habe man eine Lösung in petto, die mit der Zivilluftfahrtbehörde Civil Aviation Authority und Austro Control abgesprochen sei, so Easyjet zum Blatt. Dann würden die Lizenzen der Piloten der Basen in der EU nach Österreich überschreiben. Eine Ausnahme gibt es: Die deutschen Piloten werden dann in Deutschland registriert.

Ab November beginnt Easyjet mit der Übertragung, wenn bis dahin kein Deal steht. Denn ohne diesen Schritt besteht das Risiko, dass die Piloten in der EU nicht mehr fliegen dürften. Im Hinblick auf den Brexit hat die Billigairline bereits die österreichische Tochter Easyjet Europe gegründet und inzwischen schon mehr als 110 Flieger auf sie überschrieben.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.