Hamad International Airport: Droht die Überlastung?

Vorwürfe von Flughafen-AngestelltenDroht in Doha das Riesenchaos zur WM?

Mehr als doppelt so viele Flüge, nicht genug Mitarbeitende, Drohungen gegenüber dem Personal - Angestellte des Hamad International Airport in Katar erheben schwere Vorwürfe.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Katar ist ein kleines Land, kleiner etwa als das deutsche Bundesland Schleswig Holstein. Nicht nur, aber auch deshalb äußern viele Kritiker Zweifel am Erfolg der Fußball-Weltmeisterschaft, die im November in Katar beginnt. Das Land muss Hunderttausende Besucherinnen und Besucher aufnehmen, den Verkehr zu den extra gebauten Stadien regeln - und all das in der Regenzeit.

Hinzu kommen die Vorwürfe der Menschenrechtsverletzungen beim Bau der für das Turnier benötigten Infrastruktur. Jetzt kommt neue Kritik hinzu. Personal des größten internationalen Flughafens Hamad International Airport berichten gegenüber der Zeitung Daily Mail, dass der Flughafen nicht auf den erhöhten Flugverkehr vorbereitet sei.

Im Krisenmodus

Ein hochrangiger Manager erklärte gegenüber der Zeitung, dass man sich im Krisenmodus befinde. Es bestehen zudem ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Einstellungsverfahrens für das Personal. Man würde teils Mitarbeitende ohne die erforderliche Ausbildung einstellen, um den dringenden Bedarf zu decken.

In einem internen Schreiben an die Mitarbeitenden macht der Flughafen zudem klar, dass in der Zeit vor und während der WM keine freien Tage gewährt werden. Die Fußballweltmeisterschaft sei «für Katar von großer Bedeutung» und «von höchster staatlicher Ebene werden extrem hohe Erwartungen gestellt».

«Genau überwacht»

Arbeiter würden daher «von hochrangigen Personen und ihren Vertretern genau überwacht». Bedrohlich geht es weiter: «Unerwünschte Handlungen von Einzelpersonen, die die Veranstaltung sabotieren oder zur Verzögerung oder sogar zum Scheitern einiger Projekte beitragen, sind völlig inakzeptabel und werden vom Staat streng geahndet».

Vor allem die Personalknappheit bei der Flugsicherung bereitet den Informanten der Daily Mail, die anonym bleiben wollen, Sorge. Einige befürchten, dass sich zahlreiche Flüge verspäten oder nach Dubai umgeleitet werden, das sechseinhalb Autostunden entfernt liegt.

Nicht genügend geschult?

Insider, die ihre Bedenken in einem Online-Forum für Flughafenfachleute äußern, behaupten, dass neue Mitarbeitende des Flughafens 20 bis 30 Stunden Schulung erhalten, was nicht ausreiche, um sie mit dem Aufbau des Geländes und den betrieblichen Abläufen vertraut zu machen.

Katars Flughafenbehörde QCAA weist die Vorwürfe von sich. Man arbeite nach den höchsten internationalen Standards und nehme die Verantwortung sehr ernst. «In Erwartung des starken Verkehrsaufkommens während der Fußballweltmeisterschaft hat der Staat Katar seine Verkehrskontrollsysteme aufgerüstet und sorgfältige Pläne umgesetzt, die bereits lange vor der Ausrichtung der Veranstaltung konzipiert wurden.»

Zweiter Flughafen wieder eröffnet

Die Fluglotsen würden gemäß den internationalen Anforderungen kontinuierlich geschult und überprüft. «Das Ausbildungs- und Sicherheitsmanagementsystem der QCAA erfüllt und übertrifft die von der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation festgelegten Standards und wir wurden erfolgreich nach diesen Standards auditiert.»

Ob das alles gut geht, wird sich in etwas mehr als einem Monat zeigen. Dass es eine Herausforderung werden dürfte, war den Organisatoren schon bewusst. So haben sie etwa bereits jetzt den alten Doha International Airport wieder eröffnet. Der soll den anderen Flughafen entlasten. Tatsächlich wird er aber nur einen Bruchteil der Flüge übernehmen.

Mehr zum Thema

Flughäfen von Doha: Für die WM ist auch der alte (links) wieder in Betrieb.

Katars Luftfahrt rüstet sich für den Ansturm zur Fußball-WM

Auch weitere Flugzeuge von Qatar Airways sollen künftig eine solche Spezialbemalung erhalten.

Qatar Airways will kurz vor der WM ab Düsseldorf starten

Katars Hauptstadt Doha: In der Luft ändert sich etwas.

Jetzt hat Katar seinen eigenen Luftraum

ticker-katar

Katar schränkt Luftraum vorübergehend ein

Video

Cessna 182 nach der Landung: Der Propeller fehlt.
Nachdem er einen ungewöhnlichen Geruch bemerkt hatte, brach ein Fluglehrer den Flug mit einer Cessna 172 ab. Im Landeanflug spitzte sich die Lage dann dramatisch zu.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Alternativroute für Project Sunrise: Sie führt am Nordpol vorbei.
Wenn die australische Fluggesellschaft ab 2027 nonstop zwischen Sydney und London fliegt, führt ein Teil der Flüge über eine der entlegensten Regionen der Erde. Die nördliche Alternativroute über die Polarregion bringt Qantas mehr Flexibilität und den Passagieren außergewöhnliche Ausblicke.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.
Wizz Air bringt mit dem Popstar Inna einen Song heraus. Wizz Away soll zum Sommerhit werden. Die Kombination Fluggesellschaft und Musik ist nicht neu. Ein Überblick von Fantasiesprache über Kerosin im Blut bis zu Mr. Trololo.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies