Man sieht ihr die 80 Jahre nicht an, die PH-PBA wurde 1944 gebaut.

DDA Classic AirlinesNiederländische Douglas DC-3 kann doch weiterfliegen

Im Alter von 80 Jahren sollte der Oldtimer von DDA Classic Airlines in Rente gehen. Doch jetzt fand sich eine Lösung, wie die historische Douglas DC-3 doch noch weiterfliegen kann.

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Es war eine traurige Nachricht für Flugzeugfans. Im Februar gab die Dutch Dakota Assocation bekannt, die Passagierflüge mit ihrer 80-jährigen Douglas DC-3 zum Ende der Sommersaison einzustellen. Dabei hatte sich der Verein 2019 extra ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: AOC) beschafft und die Fluglinie DDA Classic Airlines gegründet.

Für das Aus machten der die niederländischen Oldtimerbegeisterten gleich mehrere Gründe verantwortlich. So werden die Umweltvorschriften immer strenger, die Kosten steigen generell, Flugbenzin (Avgas) ist immer schwieriger verfügbar und zudem herrscht eine Ungewissheit über die Zahl der Slots an Flughäfen in den Niederlanden. Das verunmöglichte einen weiteren Flugbetrieb. Am 16. Oktober fand der letzte Passagierflug mit der DC-3 mit dem Kennzeichen PH-PBA statt.

Herzensprojekt des Prinzen

Dabei hat der Propellerflieger eine bewegte Geschichte. Im Zweiten Weltkrieg war er für die Royal Air Force als Transportflieger im Einsatz, danach wurde er erster Regierungsflieger der Niederlande. 1961 musste er einer Fokker F27 weichen. Bis in die 1970er-Jahre machte die Douglas DC-3 danach Karriere als Vermessungsflieger, bevor sie am Boden blieb.

Aus dem Dornröschenschlaf wurde die PH-PBA von Prinz Willem-Alexander geküsst, mittlerweile König und früher anonymer Fokker-Pilot bei KLM. Er leitete 1994 die Restaurierung der DC-3 in die Wege. Seit 1998 fliegt sie wieder, inzwischen wieder in den ehemaligen Farben des Regierungsfliegers. Die Zukunft des fliegenden Oldtimers war nach dem Aus für DDA Classic Airlines unklar.

Flüge künftig ab Lelystad

Doch jetzt wurde eine Lösung gefunden. Die DC-3 mit Baujahr 1944 geht an das Nationale Luftfahrtmuseum in Leylstad, wie die Zeitung De Stentor meldet. Es werde sich auch um die Erhaltung der Flugtauglichkeit kümmern. Und auch eine Überraschung gibt es. Ziel des Museums (offiziell: Luchtvaartmuseum Aviodrome) ist es, Spenderinnen und Spendern und Sponsoren gelegentlich einen Rundflug mit der historischen Douglas DC-3 zu ermöglichen.

Die Flüge werden künftig am Flughafen Lelystad starten und landen. «Das wären dann etwa 10 bis 20 Flüge pro Jahr», so DDA-Stiftungspräsident Feije Jaski zur Zeitung.

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