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ANA All Nippon Airways mit A380 nach Hawaii

Der Schildkröten-Express ist gestartet

Seit 24. Mai fliegt die japanische Fluglinie mit dem Airbus A380 zwischen Tokio und Honolulu. ANA All Nippon Airways scheut weder Mühe noch Kosten, um das neue Angebot zu bewerben.

Wer immer die Gelegenheit hatte, mit dem Airbus A380 zu fliegen, schwärmt vom größten Verkehrsflugzeug. Die bis zu 800 Sitzplätze wurden von keiner Fluggesellschaft annähernd ausgereizt, so dass es für jeden Passagier fast gemütlich viel Platz und Beinfreiheit gibt. Je nach Ausstattung und Flugzeuggesellschaft gibt es Duschen in der First Class und eine Bar in der Business Class. Und was besonders auffällt; im A380 fliegt es sich so leise wie in keinem anderen Flugzeug.

Am 24. Mai nahm ANA All Nippon Airways den Linienbetrieb mit dem ersten der drei bestellten A380 auf. Für die größte japanische Fluggesellschaft ist es ein Beginn. Für Airbus aber das definitive Ende. Denn sie ist der letzte Neukunde. Lediglich der größte A380-Abnehmer Emirates bekommt noch ein paar Flugzeuge, dann wird die Produktion eingestellt.

Zehn Prozent mehr Marktanteil

ANA hat trotzdem weder Mühe noch Kosten gescheut, um den Einsatz ihrer drei A380 zwischen Tokio-Narita und Honolulu zu bewerben. Schließlich ist diese Strecke die beliebteste bei den Passagieren der Fluglinie. Hawaii ist in Japan als Urlaubsziel extrem beliebt. 1,5 Millionen Menschen fliegen jährlich zwischen den beiden Inseln. ANA hat da hinter dem heimischen Konkurrenten JAL und Hawaiian Airlines momentan einen Marktanteil von 15 Prozent.

Mit dem deutlich erhöhten Sitzplatzangebot strebt die Fluglinie künftig einen Marktanteil von 25 Prozent an. Bis ins kleinste Detail ging die Vermarktung für das neue Flugzeug und die Rennstrecke. Mit ANA Hawaii wurde eine eigene Marke kreiert. Auch die Flieger sind spezial bemalt – in einem Schildkröten-Design. Ein Airbus A380 von ANA ist in Blau gehalten, einer in Grün, einer in Orange.

Schildkröten überall

Dem angepasst sind die Schildkröten-Maskottchen für diese Strecke, sie finden sich überall wieder. Mit ihnen wurde auch das eigens für diese Strecke neue Sicherheitsvideo gestaltet. Neu sind auch die Bordmenüs. Zum ersten Mal benutzen die Flugbegleiterinnen zwischen Tokio und Honolulu zudem ein neues internes Verständigungssystem mit Headsets und Tablets. Die Lounge in Honolulu ist aus diesem Anlass stark vergrößert und völlig neu gestaltet worden. Direkt aus dem Luxus-Warteraum können First-Class- und Business-Class-Passagiere im Oberdeck an Bord gehen.

Für die 520 Passagiere sind die Klassen an Bord klar aufgeteilt: Im unteren Geschoss sind hauptsächlich die 383 Plätze der Economy Class platziert. Die Sitze sind in einer 3-4-3 Anordnung eingebaut. Zahlungskräftigere Kunden werden auf dem oberen Deck des A380 Platz nehmen. First Class (8 Plätze), Business Class (56 Plätze) und Premium Economy (73 Plätze) befinden sich dort. Auch in diesen Klassen führt ANA Neuheiten ein. So werden die Sitze der Ersten Klasse erstmalig in separate Boxen angeordnet, die großen Trennwände sollen dabei für mehr Privatsphäre sorgen.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen des Fluges von Tokio nach Honolulu.



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