Jetblue-Flieger: Ein A320 musste am Donnerstag außerplanmäßig nach Turbulenzen landen.

Havanna-FlügeDelta und Jetblue wollen nach Kuba aufstocken

Viele ziehen sich zurück, andere bauen in Richtung Kuba selektiv aus. Jetblue und Delta wollen Strecken übernehmen, die andere aufgeben.

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Der Markt für Flüge zwischen den USA und Kuba ist kompliziert. Nachdem bekannt war, dass es wieder Linienflüge zwischen den Ländern geben darf, rissen sich die Fluggesellschaften zunächst um Rechte für die Strecken. Und dann kam die Ernüchterung. Weil es immer noch nicht einfach so möglich ist, als US-Tourist nach Kuba zu fliegen, fiel die Nachfrage bei vielen Anbietern geringer aus als erwartet – und sie mussten Frequenzen reduzieren.

Spirit Airlines aus Florida war die letzte, die einen Abbau verkündete:  «Wir hatten wirklich gehofft, dass es funktioniert, aber die Nachfrage stellte sich einfach nicht so ein, dass man die Flüge nachhaltig anbieten kann», so Chef Bob Fornaro über die Flüge nach Havana. Erst vor vier Monaten hatte Spirit mit den zwei täglichen Flügen zwischen Fort Lauderdale und Kubas Hauptstadt begonnen. Frontier gibt ebenfalls auf und beendet Flüge zwischen Miami und Havana am 4. Juni. Auch American und Silver Airways buchstabierten zurück.

Jetblue hatte eigentlich reduziert

Interesse an den frei gewordenen Frequenzen nach Havana haben die Konkurrenten Jetblue und Delta. Beide haben beim US-Transportministerium Antrag eingereicht, die Slots nutzen zu dürfen. Es geht dabei um 14 von 21 frei gewordenen Frequenzen. Delta will damit die Anzahl der Flüge zwischen Miami und Havanna verdoppeln. Jetblue möchte von 13 auf 19 Flügen zwischen Fort Lauderdale und Havanna erhöhen und zusätzlich einen wöchentlichen Flug zwischen Boston und der kubanischen Hauptstadt einführen.

Bei Jetblue überrascht der Schritt insofern, dass die Airline erst kürzlich erklärt hatte, Frequenzen nach Kuba zu reduzieren. Auf allen Strecken setzt die Fluggesellschaft kleinere Jets ein als ursprünglich geplant war.

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