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Von zwei auf elf Flugzeuge

Cyprus Airways will mit Airbus A320 Neo ausbauen

Die zyprische Fluglinie hat ambitionierte Pläne. Sie will die Flotte verfünffachen und das Streckennetz erweitern - auch mit neuen Flügen in die Schweiz. Cyprus Airways will zudem ein Mini-Drehkreuz nach Asien, Afrika und Nahost schaffen.

Optisch hat der Wandel schon stattgefunden. Vor zwei Monaten präsentierte Cyprus Airways ihren neuen Markenauftritt. Pastellfarben, die für Ruhe und Entspannung stehen sollen, sowie ein Olivenzweig, der auch Teil der zyprischen Flagge ist, zieren neuerdings die zwei Airbus A320 der Fluggesellschaft.

Doch nicht nur äußerlich verändert sich etwas. Die Fluggesellschaft hat sich auch sonst neu erfunden und die neue Strategie am Mittwoch (14. Dezember) präsentiert, berichtet die Zeitung Cyprus Mail. Ein Teil des Plans ist ein ambitioniertes Flottenwachstum. Schon im kommenden Jahr soll die Flotte auf vier Jets verdoppelt werden.

Mit A320 Neo weiter wachsen

Damit ist noch nicht Schluss. Im Jahr 2024 sollen es schon sechs Flugzeuge sein. Danach will Cyprus Airways nach und nach Airbus A320 Neo einflotten. So soll der Flugzeugpark bis 2026 auf elf Flugzeuge anwachsen, so Geschäftsführer Paul Sies.

Die Airline will mit ihren Airbus A320 kommendes Jahr 18 Destinationen anbieten. Neu hinzukommen Basel und Zürich sowie Mailand und  Prag. 2025 sollen es 30 Destinationen sein. Die Airline will auf Zypern so ein Mini-Drehkreuz schaffen. «Cyprus Airways ist strategisch gut positioniert, um Europa mit Asien, dem Nahen Osten und Afrika zu verbinden», so Airlinechef Sies.

Mix aus Charter, Wet-Lease, Linie

Nicht alle Flugzeuge sollen im Linienverkehr unterwegs sein. Etwa ein Drittel der Flotte soll im Wet-Lease für andere Airlines fliegen oder für den Charterbetrieb genutzt werden. So garantiere man eine stabile Einnahmenbasis, so Sies.

2022 sei ein Jahr der Erholung gewesen, heißt es von Cyprus Airways. Dennoch habe man eine «gnadenlose» Umstrukturierung des Netzes, Betriebs und der Preisstrategie umgesetzt. Die basiert jetzt auf einem hybriden Modell. Im Grundtarif entspricht der Service dem einer Billigairline, Kundinnen und Kunden können aber Leistungen dazu kaufen.

S7 stieg als Investor aus

Nötig wurde die Generalüberholung nicht nur wegen der Coronavirus-Pandemie. 2021 stieg eine wichtige Investorin bei der Airline aus. Die russische S7 Airlines, die Cyprus Airways 2015 gegründet hatte, teilte mit, sich künftig nur noch auf den russischen Markt zu konzentrieren und ihre rund 37 Prozent an Cyprus Airways loswerden zu wollen.

Inzwischen gehört die Fluggesellschaft der maltesischen SJC Group. Aktuell fliegt sie von Larnaca nach Athen, Beirut, Heraklion, Kairo, Preveza, Santorini, Skiathos, Tel Aviv und Thessaloniki. Viele Strecken werden allerdings nur saisonal bedient.