Flugzeug von Condor: Für FTI-Kunden nur noch Rückflüge.

Insolventer ReiseveranstalterAirlines dürfen FTI-Reisende nur noch zurückfliegen

Welche Folgen hat die Insolvenz des Reiseveranstalters FTI für die Airline-Partner? Condor äußert sich ausführlicher - und fürchtet keine leeren Sitze in den eigenen Jets.

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Um 11:34 Uhr am Montag (3. Juni) war es offiziell. Da gab der deutsche Reiseveranstalter FTI per Pressemitteilung seine Insolvenz bekannt. «Derzeit wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass die bereits angetretenen Reisen auch planmäßig beendet werden können», schrieb das Unternehmen. «Noch nicht begonnene Reisen werden voraussichtlich ab Dienstag, den 4. Juni 2024, nicht mehr oder nur teilweise durchgeführt werden können.»

Doch was bedeutet die Insolvenz für Fluggesellschaften, bei denen FTI Kapazitäten gebucht hatte? Auf Anfrage erklärt eine Eurowings-Sprecherin, man prüfe «aktuell mögliche Auswirkungen», könne sich aber noch nicht weiter äußern. Ein Sprecher von Tuifly sagt: «Das weitere Vorgehen wird der Deutsche Reisesicherungsfonds entscheiden.» Dort würden im Falle der Insolvenz eines Reiseveranstalters alle Fäden zusammenlaufen.

«Keine Reisenden zu ihrem Urlaubsort befördern»

Den Deutschen Reisesicherungsfonds hatte auch schon das Auswärtige Amt genannt. «FTI ist über den Deutschen Reisesicherungsfonds gegen Zahlungsunfähigkeit abgesichert», so das Ministerium. «Damit sind geleistete Zahlungen – der gesamte Reisepreis sofern bereits gezahlt, als auch Anzahlungen – im Fall einer Insolvenz abgesichert.» Dies gelte für Kundinnen und Kunden, die eine Pauschalreise gebucht hätten.

Als einzige Airline äußert sich Condor ausführlicher. «Wie alle anderen Fluggesellschaften darf auch Condor keine Reisenden, die eine stornierte Pauschalreise mit FTI Touristik gebucht haben, zu ihrem Urlaubsort befördern», so eine Sprecherin. «Alle Gäste können ihren gebuchten Rückflug hingegen ganz regulär antreten.» Condor bringe alle Urlauber wieder nach Hause.

«Zuletzt hatten die Volumina abgenommen»

Zwar hätten FTI und Condor bereits seit Jahren zusammengearbeitet. Doch «zuletzt hatten die Volumina der Kontingente abgenommen, weshalb davon auszugehen ist, dass die durch die Insolvenz von FTI entstehende Lücke auch kurzfristig vom Markt geschlossen wird», so die Condor-Sprecherin. Genaue Kapazitäten kommentiere man nicht. «Die Entwicklungen von FTI bedauern wir sehr.» Man wünsche insbesondere den Beschäftigten viel Kraft.

FTI hatte selber erklärt, zwar habe man im April den Einstieg eines Investoren-Konsortiums verkündet. «Seitdem sind jedoch die Buchungszahlen trotz der positiven Nachrichten deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.» Zudem hätten viele Lieferanten auf Vorkasse bestanden. «In der Folge kam es zu einem erhöhten Liquiditätsbedarf, welcher bis zum Closing des Investorenprozesses nicht mehr überbrückt werden konnte», so FTI.

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