Dornier Do328-100 von Cirrus: In Saarbrücken gegroundet.

«Weitere Groundings möglich»

Lufthansa- und Swiss-Partner Cirrus ist pleite. Ein Luftfahrt-Experte erklärt Hintergründe und Folgen.

Top-Jobs

Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
.

Verkehrsleiter vom Dienst (m/w/d)

Memmingen
Feste Anstellung
Flughafen Memmingen GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Am Montag setzte Cirrus Airlines der Ungewissheit ein Ende . Die deutsche Fluggesellschaft stellte Insolvenzantrag. Die Gespräche mit Investor Gerd Brandecker verliefen offenbar nicht erolgreich. Er hatte die Airline einst gegründet, dann veräußert und 2008 wieder zurückgekauft. Cirrus hatte am Freitagnachmittag (20. Januar) völlig überraschend alle Flüge und den Flugbetrieb noch vorübergehend eingestellt. Die Maschinen wurden zum Sitz der Fluggesellschaft nach Saarbrücken geflogen. Als Gründe für die Maßnahme nannte die Fluggesellschaft steigende Treibstoffkosten und Flughafengebühren. Nun kam das endgültige Aus.

Im Gespräch mit aeroTELEGRAPH erklärt Luftfahrtexperte Max Ungricht, Chefredakteur der Zeitschrift Cockpit, die Hintergründe und Folgen des Falles Cirrus.

Herr Ungricht, Cirrus stellt den Flugbetrieb ein. Ein Einzelfall - oder sehen wir dieses Jahr in Europa noch weitere Groundings?

Ich schließe weitere Groundigs bei kleineren Gesellschaften nicht aus.

Welche Fluggesellschaften sind denn besonders gefährdet?

Tatsache ist: Es gibt einige nicht besonders gut kapitalisierte Gesellschaften, die bei steigenden Kosten sehr bald an ihre Grenzen stoßen - auch im deutschsprachigen Raum.

Cirrus hatte mit Lufthansa und Swiss starke, langjährige Kunden. Wie kann man mit derart stabilen Einnahmen so in die Bredouille kommen?

Cirrus hat in der Tat vom Verkaufsnetz der Star Alliance-Partner profitiert. Die Erträge muss man jedoch selber generieren. Üblicherweise überlassen große Airlines den Partnern nicht die profitablen Rennstrecken. Ein Blick auf das Cirrus-Streckennetz verdeutlicht dies. Ich habe das Geschäftsmodell von Cirrus nie richtig einordnen können - ist sie eine Airline oder einfach eine Unterlieferantin? Als gelegentlicher Kunde auf der Strecke Bern - München kenne ich Cirrus ganz gut. Die Tagesrandverbindungen waren gut ausgelastet, die Ticketpreise hoch und die Zuverlässigkeit durchschnittlich.

Was bedeutet das Grounding für die Partner Lufthansa und Swiss?

Für beide Gesellschaften ist der Schaden marginal. Einige Strecken werden wohl bald von anderen Fluglinien übernommen werden. Für Lufthansa und Swiss war Cirrus vor allem als Zubringer interessant. Einen viel größen Schaden und auch Prestigeverlust erleiden die kleinen Flugplätze, die vom Grounding betroffen sind.

Cirrus hatte eine sehr regionalisierte Strategie ohne zentrale Basis. Kann man damit auf Dauer überleben?

Da habe ich eben meine Zweifel. Für Low-Cost-Carriers kann diese Strategie aufgehen, aber nicht auf dem vorhandenen Cirrus-Streckennetz.

Mehr zum Thema

lufthansa fra premium checkin

Lufthansas Check-in für die First Class hat jetzt Umkleidekabinen

lufthansa johann lafer

Was Lufthansa in Zukunft auf der Langstrecke auf den Teller bringt

Airbus A340-300 von Lufthansa (Symbolbild): Ein solches Flugzeug verursachte die Verspätung.

Airbus A340 von Lufthansa defekt - Dänemark und Luxemburg verpassten Teilnahme am EU-Afrika-Gipfel

ticker-lufthansa

Lufthansa bleibt in Münster/Osnabrück: München-Route auch 2026 gesichert

Video

beond a319 red sea intermational airport
Der Red Sea International Airport in Saudi-Arabien hat durch Beond seine erste direkte Anbindung an Europa erhalten. Über den Flughafen sollen vor allem Luxus-Touristinnen und -Touristen ans Rote Meer reisen. Er hat einige Besonderheiten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
seattle delta alaska
Auf einer Blaubeerfarm im US-Bundesstaat Washington wurde vor zwei Wochen ein Leck an einer Pipeline entdeckt. Eine Lösung gibt es noch nicht. Und das spüren auf die Fluggesellschaften am Seattle-Tacoma International Airport.
Timo Nowack
Timo Nowack
flughafen koeln bonn vorfeld
Es sind absurde Versuche, noch ins Flugzeug zu gelangen: Am Wochenende hat es am Airport Köln/Bonn einen zweiten Vorfall gegeben, bei dem Reisende aufs Vorfeld rannten.
Timo Nowack
Timo Nowack