Dornier Do328-100 von Cirrus: In Saarbrücken gegroundet.

«Weitere Groundings möglich»

Lufthansa- und Swiss-Partner Cirrus ist pleite. Ein Luftfahrt-Experte erklärt Hintergründe und Folgen.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Am Montag setzte Cirrus Airlines der Ungewissheit ein Ende . Die deutsche Fluggesellschaft stellte Insolvenzantrag. Die Gespräche mit Investor Gerd Brandecker verliefen offenbar nicht erolgreich. Er hatte die Airline einst gegründet, dann veräußert und 2008 wieder zurückgekauft. Cirrus hatte am Freitagnachmittag (20. Januar) völlig überraschend alle Flüge und den Flugbetrieb noch vorübergehend eingestellt. Die Maschinen wurden zum Sitz der Fluggesellschaft nach Saarbrücken geflogen. Als Gründe für die Maßnahme nannte die Fluggesellschaft steigende Treibstoffkosten und Flughafengebühren. Nun kam das endgültige Aus.

Im Gespräch mit aeroTELEGRAPH erklärt Luftfahrtexperte Max Ungricht, Chefredakteur der Zeitschrift Cockpit, die Hintergründe und Folgen des Falles Cirrus.

Herr Ungricht, Cirrus stellt den Flugbetrieb ein. Ein Einzelfall - oder sehen wir dieses Jahr in Europa noch weitere Groundings?

Ich schließe weitere Groundigs bei kleineren Gesellschaften nicht aus.

Welche Fluggesellschaften sind denn besonders gefährdet?

Tatsache ist: Es gibt einige nicht besonders gut kapitalisierte Gesellschaften, die bei steigenden Kosten sehr bald an ihre Grenzen stoßen - auch im deutschsprachigen Raum.

Cirrus hatte mit Lufthansa und Swiss starke, langjährige Kunden. Wie kann man mit derart stabilen Einnahmen so in die Bredouille kommen?

Cirrus hat in der Tat vom Verkaufsnetz der Star Alliance-Partner profitiert. Die Erträge muss man jedoch selber generieren. Üblicherweise überlassen große Airlines den Partnern nicht die profitablen Rennstrecken. Ein Blick auf das Cirrus-Streckennetz verdeutlicht dies. Ich habe das Geschäftsmodell von Cirrus nie richtig einordnen können - ist sie eine Airline oder einfach eine Unterlieferantin? Als gelegentlicher Kunde auf der Strecke Bern - München kenne ich Cirrus ganz gut. Die Tagesrandverbindungen waren gut ausgelastet, die Ticketpreise hoch und die Zuverlässigkeit durchschnittlich.

Was bedeutet das Grounding für die Partner Lufthansa und Swiss?

Für beide Gesellschaften ist der Schaden marginal. Einige Strecken werden wohl bald von anderen Fluglinien übernommen werden. Für Lufthansa und Swiss war Cirrus vor allem als Zubringer interessant. Einen viel größen Schaden und auch Prestigeverlust erleiden die kleinen Flugplätze, die vom Grounding betroffen sind.

Cirrus hatte eine sehr regionalisierte Strategie ohne zentrale Basis. Kann man damit auf Dauer überleben?

Da habe ich eben meine Zweifel. Für Low-Cost-Carriers kann diese Strategie aufgehen, aber nicht auf dem vorhandenen Cirrus-Streckennetz.

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Lufthansa: Erste Allegris-First-Class-Prämienflüge bei Miles & More verfügbar

Airbus A380 von Lufthansa: Warum setzte ein Superjumbo in München zu früh auf?

Airbus A380 von Lufthansa trifft bei Landung in München einen Teil der Pistenbefeuerung

ticker-lufthansa

Lufthansa reduziert Flüge zwischen Frankfurt und Chicago deutlich

ticker-lufthansa

Lufthansa führt erstmals Amenity Kits in Economy Class ein

Video

vietnam airlines vn34 fuel dump load sheet 01
Eine falsche Beladung kann dazu führen, dass ein Flugzeug nicht rechtzeitig abheben kann. Der Ladesplan der Boeing 787 von Vietnam Airlines zeigt nun aber: Beim Vorfall am Flughafen München war dies nicht der Grund für das zu späte Abheben des Dreamliners.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die stehen gebliebene Boeing 787 von Vietnam Airlines nach der Landung in München: Die Blackbox wird ausgewertet.
Die Boeing 787-9 von Vietnam Airlines hinterließ beim missglückten Start in München Spuren am Ende der Piste und setzte während der Rotation mit dem Heck auf. Das bestätigt nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Die Ermittelnden untersuchen neben technischen und menschlichen Faktoren auch mögliche organisatorische Einflüsse.
Timo Nowack
Timo Nowack
Zerstörter Flieger von Mahan Air: Insgesamt wurden im Krieg gemäß der Regierung in Teheran 100 zivile Flugzeuge getroffen.
Insgesamt sollen es rund 100 sein: Im Iran wurden laut Angaben des Landes weit mehr zivile Flugzeuge durch Angriffe der USA oder Israels zerstört oder beschädigt, als bisher bekannt war. Für das Land ist das ein riesiges Problem.
Timo Nowack
Timo Nowack