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Chinesische Reisegruppe

Crew mit heißem Wasser beworfen

Ein Chinese rastete an Bord eines Fluges von Thai Air Asia aus. Er bewarf eine Flugbegleiterin mit heißem Wasser und Nudeln. Die Regierung in Peking droht mit Strafe.

Tasse mit heißem Wasser: Der CHinese verwechselte sie mit einem Wurfgeschoss.

Flugbegleiter sind so einiges gewohnt in Sachen Behandlung durch ihre Passagiere. Doch was eine Stewardess von Thai Air Asia vergangenen Donnerstag (10. Dezember) auf einem Charterflug von Bangkok nach Nanjing erlebte, ist außergewöhnlich. Ein Passagier begann die Frau anzuschreien, weil er und seine drei Mitreisenden nicht nebeneinander sitzen konnten. Dann warf der Chinese einen Becher kochendes Wasser nach ihr. Und auch heiße Nudeln soll er auf die Flugbegleiterin geworfen haben.

Eine Videoaufnahme aus dem Flieger zeigt auch, wie ein Mann damit droht, eine Bombe an Bord explodieren zu lassen. Der Pilot entschied sich daraufhin umzukehren und die Passagiere auszuladen. Am Boden habe man sich dann zusammengesetzt und eine «einvernehmliche Lösung» gefunden, so Thai Air Asia.

«Image chinesischer Reisender schwer beschädigt»

Für die renitenten Reisenden und ihr Reisebüro hat ihr Ausfall jedoch ein Nachspiel. Die staatliche Tourismusbehörde Chinas erklärte, die Menschen hätten «das allgemeine Image chinesischer Reisender schwer beschädigt». Nun könnten die Schuldigen bestraft werden. Auch das organisierende Reisebüro könnte verwarnt werden.

Der Vorfall zementiert das Bild vom schwierigen chinesischen Fluggast. Immer wieder fielen sie in den letzten Jahren als renitente Reisende auf. So klammerte sich etwa eine Familie an das Rad des Pushback-Fahrzeuges, weil sie sich nicht richtig behandelt fühlte. Ein anderes Mal stürmten Passagiere auf die Rollbahn, weil sie sich nach einer großen Verspätung ungerecht behandelt fühlten. Ein weiteres Mal zertrümmerten sie den Check-in-Bereich. Die Regierung in Peking versucht schon länger etwas gegen diese Auswüchse zu tun – noch mit mäßigem Erfolg.



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