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China-Flieger fasst in Europa Fuß

Erfolg für den chinesischen Flugzeugbauer Xi'an Aircraft. Erstmals konnte er sein neustes Flugzeug nach Europa verkaufen.

Vitaliy Lobanov

Saab 340 von Mars RK: Chinesischer Zuwachs für die Flotte.

Das offizielle China lässt zuerst einmal die Zahlen sprechen. Mehr als zwanzig ausländische Fluggesellschaften hätten bereits über 70 Maschinen bestellt. Sie bedienten heute zweihundert Strecken. Die Xian MA60 seien zusammen genommen bereits mehr als 150’000 Stunden geflogen, vermeldet das Staatsradio China Radio International stolz. Die 60-plätzigen Turbopropflugzeuge mit einer Reichweite von 1600 Kiloemtern und einer Maximalgeschwindigkeit von rund 510 Stundenkilometern werden seit 2000 hergestellt, mit Air Zimbabwe fand Hersteller Xi’an Aircraft Industrial Corporation vor sieben Jahren den ersten Käufer außerhalb der Volksrepublik China. Die afrikanische Krisenairline orderte drei Stück. Seither wurden von ihr zwei weitere bestellt.

Besonders erfolgreich ist die Xian MA60 bislang in Asien. Der chinesische Hersteller konnte bereits nach Burma, Laos, Indonesia und an die Philippinen liefern. Auch Fluggesellschaften in Afrika (unter anderen Air Burundi, Lignes Aériennes Congolaises), der ehemaligen Sowjetunion (Yakutia Airlines, Tajik Air) und Lateinamerika (CDS Regional Express) verwenden den Flieger. Nun aber schaffte Xi’an Aircraft Industrial Corporation erstmals den Verkauf nach Europa. Die ukrainische Fluggesellschaft Mars RK unterzeichnete Ende Mai einen Vertrag zum Kauf von drei Xian MA60. Sie ergänzt damit ihre Flotte von zwei Saab 340A.

Bald auch Jets

Chinas Flugzeugbauer geben allgemein Gas. Mit ihren Turbopropflugzeugen können sie bereits erste Erfolge vorweisen. Nun will die Industrie aber auch im Bereich des Düsenantriebs den Weltmarkt erobern. Sie arbeitet bereits an zwei Projekten. Die ARJ21 ist für kurze Flüge vorgesehen, die größere Comac C919 ist ein Mittelstreckenflieger. Gemeinsam mit Russland will China gar auch noch einen Langstreckenjet entwickeln.



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