Tierschützer protestieren gegen die Verwendung von Haiflossen: Der Fischfang ist nicht nachhaltig.

TierschutzCathay Pacific transportiert keine Haiflossen mehr

Die Fluglinie aus Hongkong hat den Transport einer in China beliebten Delikatesse völlig aufgegeben. Tierschützer freuen sich über den Entscheid von Cathay Pacific.

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Hochzeiten, Gourmetrestaurants, Firmenpartys – Haiflossen sind in vielen asiatischen Ländern eine gefragte Delikatesse. Je nach Sorte blättern Liebhaber bis zu 20.000 Dollar hin. Doch tierfreundlich ist das Ganze nicht. 70 bis 100 Millionen Haie werden jedes Jahr dafür getötet, schätzen Experten. Die Zahl der bedrohten Arten stieg in den vergangenen 17 Jahren von 15 auf 180, der Gesamtbestand schrumpfte um 90 Prozent. Zudem ist auch die Art des Fangs problematisch. Viele Fischer töten die Tiere, schneiden ihnen die Flossen ab und werfen sie zurück ins Meer.

Schon einige Airlines – so etwa Korean Air und Asiana – haben sich daher schon vor einiger Zeit entschieden, auf den Transport der Delikatesse zu verzichten,. Zuvor hatten Tierschützer zunehmend Druck auf sie ausgeübt. Cathay Pacific hatte sich dagegen entschieden, nur Flossen aus nachhaltiger Produktion zu transportieren. Nun geht die Airline noch ein Schritt weiter. Wie sie mitteilt, transportiert sie nun gar keine Haiflossen mehr.

Keine Nachhaltigkeit möglich

Die laufende Analyse, ob Haiprodukte nachhaltig seien, habe ergeben, dass man die Flossen nicht mehr mit gutem Gewissen transportieren könne, so Cathay in einer Mitteilung. Im vergangenen Jahr habe keine der Lieferungen, die man analysiert hatte, den Kriterien entsprochen. Cathay Pacific ist damit nun auf einer Linie mit Branchenriesen wie British Airways, American Airlines, Qantas, Singapore Airlines oder Emirates.

Die Hongkonger Airline ist einer der größten Frachtanbieter der Welt und kann mit dem Entscheid durchaus etwas bewegen. Schon in den letzten Jahren hat sich etwas getan. Die Importe von Haiflossen nach Hongkong sind in den letzten fünf Jahren um 42 Prozent zurück gegangen. Die Entwicklung dürfte sich nun fortsetzen.

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