Boeing B777 von Cathay: Auf Kollisionskurs.

Sekunden vor einer Katastrophe

Jets von Cathay Pacific und Dragonair entgingen kürzlich nur knapp einer Kollision. Bis zum Unglück fehlten bloß sechs Sekunden.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Hätten die 613 Passagiere an Bord der beiden Maschinen gewusst, was sich gerade in der Luft abspielt, wäre wohl Panik ausgebrochen: Die Boeing B777 von Cathay Pacific und der Airbus A330 von Dragonair steuerten rund 60 Kilometer südlich des Flughafens Hongkong auf eine Katastrophe zu. Dies meldet die Zeitung The Standard unter Berufung auf Dokumente der Flugaufsichtsbehörde Civil Aviation Department. Hätten die Piloten der beiden Maschinen nur sechs Sekunden später reagiert, wäre es wohl zu einem fatalen Unfall gekommen, der Hunderten von Menschen das Leben gekostet hätte.

Cathay-Flug CX841 kam am 18. September um 13 Uhr Ortszeit gerade zurück aus New York. Gemäß The Standard hatte die Maschine nur noch Kerosin für zehn Minuten im Tank. Sie ersuchte deshalb um prioritäre Landung auf Chek Lap Kok. Fünf andere Jets warteten zu der Zeit ebenfalls auf die Erlaubnis, in Hongkong absetzen zu dürfen. Ein anderer Cathay-Flug war schließlich bereit, seinen Slot mit CX841 zu tauschen. Doch der Aufseher im Turm bemerkte, dass es bereits zu einem Konflikt zwischen der Cathay-Maschine aus New York und Flug KA433 von Dragonair aus Kaoshiung in Taiwan kam. Er erteilte deshalb der Dragonair-Crew den Befehl, abzudrehen. Doch die reagierte offenbar nicht, wie die Zeitung schreibt. Die beiden Maschinen hatten zu jenem Zeitpunkt bereits Sichtkontakt.

Viele offene Fragen

Der Fluglotse erteilte nach der fehlenden Reaktion aus dem Dragonair-Cockpit Cathay-Flug CX841 den Befehl aufzusteigen. Auch von dort erhielt er keine Rückmeldung. 17 bange Sekunden vergingen, bis die beiden Crews doch noch reagierten und das Kollisionswarnsystem oder Traffic Collision Avoidance System TCAS aktivierten. Der eine Jet stieg daraufhin rasch höher, der andere sank auf eine tiefere Flugroute. Am Ende kreuzten sich die Maschinen mit einer Meile Entfernung zueinander.

Cathay will gemäß The Standard nichts von einer brenzligen Situation wissen. «Es gab kein Zusammenstoss-Risiko» so ein Sprecher. Auch die Aufsichtsbehörde meinte: «Das Warnsystem wurde kontrolliert eingesetzt. Beide Piloten hatten die andere Maschine frühzeitig im Blickfeld. Es existierte kein Kollisionsrisko». Doch der ehemalige Chef der Aufsichtbehörde widerspricht: «In meinen sechs Jahren an der Spitze der Behörde sah ich nie so eine gefährliche Situation», so Albert Lam Kwong-yu. «Der Vorfall lässt viele Fragen offen.»

Mehr zum Thema

ticker-hong-kong-hkg

Flughafen Hongkong legte 2025 kräftig zu: 61 Millionen Passagiere

ticker-hongkong

Hongkong schließt neue Luftverkehrsabkommen

Cathay Pacific unterwegs mit A350-900

Mit Cathay Pacific stilvoll zu Traumzielen in Asien und Australien

Die Boeing 747 von Air ACT im Wasser: Die Crew überlebte.

Bevor die Boeing 747 ins Meer rutschte und auseinanderbrach, beschleunigte ein Triebwerk

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack