Letzte Aktualisierung: um 18:19 Uhr

Insolvenzantrag gestellt

Cargologic Germany ist zahlungsunfähig

Schon im März musste die Frachtfluglinie aus Leipzig den Betrieb mit ihren Boeing 737-400 F einstellen. Jetzt geht Cargologic Germany in die Insolvenz.

Anna Zvereva/Flickr/CC-BY-SA 2.0 (bearbeitet)

Jet von Cargologic Germany: Seit März am Boden.

Die deutsche Frachtfluggesellschaft Cargologic Germany hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das teilte der vom Insolvenzgericht in Leipzig zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Lucas Flöther am späten Mittwochnachmittag (11. Mai) mit. Mit seinem Team verschaffe er sich derzeit vor Ort einen Eindruck von der Lage und prüfe Sanierungsoptionen, so Flöther.

Cargologic Germany gehört zur in Moskau sitzenden Volga-Dnepr Group. Aufgrund der westlichen Sanktionen gegen Russland und russische Firmen musste die Frachtfluglinie im März den Flugbetrieb einstellen. Ihre vier Boeing 737-400 F stehen seitdem am Boden.

Hoffen auf eine nicht russischen Investoren

«Trotzdem musste das Unternehmen weiter die fälligen hohen Leasing-Raten zahlen, wodurch das Unternehmen einer ersten Beurteilung nach in die Zahlungsunfähigkeit geriet», so Flöther. Wichtigstes Ziel sei nun der Erhalt der rund 100 Arbeitsplätze.

«Insbesondere prüfen wir, ob es unter Beachtung der Sanktionen möglich ist, den Flugbetrieb möglichst kurzfristig wieder aufzunehmen. Das deutsche Insolvenzrecht bietet hier durchaus geeignete Wege», sagt der Anwalt. Er bringt eine Investorenlösung als eine Option ins Spiel. Sprich: Flöther hofft darauf, dass Cargologic Germany übernommen wird.

Viel Erfahrung in der Airline-Branche

«Das Unternehmen hatte eine solide Auftragslage und einen namhaften Kundenstamm, das sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Sanierung», so der Anwalt, der auch schon bei Air Berlin, Condor und Sundair im Einsatz war.



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