Airbus A330 von Brussels Airlines: Die Lufthansa-Beteiligung baut aus.

Zwei weitere Airbus A330Brussels Airlines baut Langstreckenflotte aus

Mehr Nordamerika, mehr Afrika: Die belgische Lufthansa-Beteiligung erhöht ihre Langstreckenkapazität um ein Viertel. Dazu beschafft sich Brussels Airlines zwei weitere Airbus A330.

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Für Jet Airways war Brüssel bislang eine Art Mini-Drehkreuz. Die indische Fluggesellschaft steuerte ihre beiden Nordamerika-Ziele Newark und Toronto via die belgische Hauptstadt an. Doch nun verlegt die Etihad-Partnerin ihren Europa-Hub nach Amsterdam. Jet Airways gab vergangene Woche bekannt, ein Codeshare-Abkommen mit KLM und Delta Air Lines zu schließen, um Passagieren durchgängige Flüge zu mehr Zielen in den USA und Kanada anbieten zu können.

Im Rahmen der neuen Kooperation werden die täglichen Flüge von Jet Airways ab Mumbai und Delhi neu in die niederländische Haupstadt geführt, von der aus Reisende aufs Delta- und KLM-Netz umsteigen können. Selbst fliegen die Inder nur noch nach Toronto weiter. Newark wird aufgegeben und die Flüge nach Brüssel entfallen. Diese Chance packt Platzhirsch Brussels Airlines. Sie fliegt ab kommenden April fünf Mal pro Woche selber nach Toronto. Zudem erhöht sie die Frequenz der Flüge nach Washington auf sechs pro Woche. Dafür beschafft sich die Lufthansa-Beteiligung einen weiteren Airbus A330.

Brussels Airlines prüft Lagos und Libreville

Auch in Afrika – wo schon die Vorgängergesellschaft Sabena stark war – will Brussels Airlines weiter ausbauen. So baut sie die Frequenzen nach Kigali in Ruanda und Entebbe in Uganda auf sechs Mal und vier Mal pro Woche aus. Doch die Belgier denken bereits weiter. Sie prüfen, künftig auch Lagos in Nigeria und Libreville in Gabun anzusteuern. In den nächsten 12 bis 15 Monaten will sich Brussels Airlines darum gleich nochmals einen A330 besorgen.

Der Ausbau um zwei Langstreckenflieger mag nach wenig klingen. Für Brussels Airlines ist es ein massiver Kapazitätssprung auf der Langstrecke um ein Viertel. Bislang betreibt sie 8 A330, künftig werden es 10 sein.  «Dieser bedeutende Ausbauplan ist eine große Investition – sowohl finanziell als auch auf Beschäftigungsseite», kommentiert Geschäftsführer Bernard Gustin. Man baue damit das Angebot für Passagiere aber auch Frachtkunden aus.

Lufthansa zögerte immer

Brussels Airlines betreibt derzeit eine Flotte von 48 Flugzeugen. Damit steuert die belgische Nationalairline 94 Destinationen in 39 Ländern an. Die Lufthansa ist mit 45 Prozent an der Fluglinie beteiligt. Sie besitzt eine Option, um bis 2017 die restlichen 55 Prozent der Anteile zu übernehmen. Bislang ist Lufthansa diesen Schritt aber nie gegangen.

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