Flugbuchung: Die Reservierung des Sitzes soll bei innerbrasilianischen Flügen immer dazugehören.

Politischer VorschlagBrasilien will Sitzplatzgebühren verbieten

Das brasilianische Oberhaus hat einen Vorstoß verabschiedet, der Fluggesellschaften verbietet, eine Gebühr für die Reservierung eines Sitzplatzes zu verlangen.

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Ihr Geschäft besteht längst nicht mehr nur aus dem schnellen Transport von A nach B. Die Fluggesellschaften der Welt nehmen zusammen jährlich mehr als 80 Milliarden Dollar an Zusatzgebühren ein. Dank Abgaben für Gepäckaufgabe, Platzreservierung, Mahlzeiten, Automieten, Hotelbuchungen und so weiter wachsen dir Profite der Airlines deutlich.

In Brasilien will die Politik nun gegen eine Art dieser Zusatzgebühren - im Branchenjargon ancillary revenues genannt - vorgehen. Der Senat hat im August einen Vorstoß gutgeheißen, der es Fluggesellschaften verbieten will, für die Sitzplatzreservierung Geld zu verlangen. Diese Art der Gebühr sei «missbräuchlich», heißt es darin.

Airlines wehren sich

Airlines, die sich nicht daran halten, sollen mit Strafen belegt werden. Die Begründung des Initianten José Reguffe für seinen Vorstoß ist, dass Passagiere keine Wahl hätten. Sie müssten ja einen Sitz haben. Im Oberhaus des brasilianischen Parlaments zeigten sich seine Kollegen dem Anliegen gegenüber positiv, negative Stimmen gab es keine. Die Regel würde für alle Flüge innerhalb Brasiliens gelten.

Die brasilianischen Fluggesellschaften reagierten verärgert. Ein Verbot von Sitzplatzgebühren widerspreche dem freien Markt und bevormunde den Konsumenten, so der Branchenverband Associação Brasileira das Empresas Aéreas. Die Praxis sei zudem weltweit Standard.

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