Brasiliens Präsident Michel Temer: «Unter meiner Regierung wird Embraer nie verkauft».

Fusion mit BoeingBrasilien lehnt Verkauf von Embraer ab

Boeing will sich mit Embraer verstärken. Doch der brasilianische Präsident Michel Temer ist gegen einen Verkauf des nationalen Flugzeugbauers an die Amerikaner.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

In Brasília wurde man kalt erwischt. Vertreter des brasilianischen Verteidigungsministeriums hatten zwar bemerkt, dass sich in letzter Zeit ungewöhnlich viele Lobbyisten von Boeing in der Hauptstadt zeigten. Doch was ihr Ziel war, blieb ihnen verborgen, wie die Zeitung Folha de São Paulo schreibt.

Erst am Donnerstagnachmittag (21. Dezember) erfuhr darum die Regierung Brasiliens von der Absicht Boeings, sich mit Embraer zusammenzuschließen - beziehungsweise den brasilianischen Flugzeugbauer zu übernehmen. Nachdem ein erster Zeitungsartikel zu den Verhandlungen erschienen war, habe die Regierung Informationen zusammengetragen, schreibt das Blatt weiter. Danach besprach Präsident Michel Temer die Pläne mit wichtigen Vertretern des Verteidigungsministeriums.

Mit Veto gedroht

Offenbar ist er wenig erbaut über den Plan der beiden Flugzeugbauer, auch wenn der offenbar nur die zivile Sparte Embraers betreffen soll. Temer sei zwar offen für jede Art von Verhandlungen, schreibt Folha de São Paulo. Nur wenn es um einen Wechsel im Aktionariat gehe, dann werde man opponieren. «Unter meiner Regierung wird Embraer nie verkauft», so Temer gemäß dem Blatt. Bei Embraer besitzt der Staat über eine so genannte Goldene Aktie trotz Privatisierung im Jahr 1994 immer noch ein Vetorecht.

Boeing ist bei Embraer zu Eingeständnissen bereit. So sollen der Name und das Management von Embraer beibehalten und auch eine Jobgarantie abgegeben werden. Die beiden Unternehmen wissen aber, dass es nicht leicht wird, alle zu überzeugen: «Es gibt keine Garantie, dass aus den Gesprächen auch eine Transaktion resultieren wird», teilten sie mit.

Mehr zum Thema

Embraer E195-E2: Die Brasilianer bieten ein Portfolio, das Boeing ergänzen würde.

Boeing und Embraer prüfen Fusion

Boeing 737 Max 8 im Hintergrund, Max 10 im Vordergrund: In der Bestellung ist es anders herum.

Boeing hat riesige 737-Max-Bestellung von Turkish Airlines jetzt sicher

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

ticker-boeing-1

Sturm lässt Teil einer Wand des Boeing-Werks in Wichita einstürzen

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier