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737 Max

Boeing versucht Rückstand bei Lieferungen aufzuholen

Bei Boeing stehen wegen Lieferproblemen Dutzende Flieger ohne Triebwerke herum. Der Flugzeugbauer versucht den Rückstand aufzuholen.

Boeing

Boeing 737 Max: Es fehlen Triebwerke.

In der Branche spricht über Gliders, Segelflugzeuge – also Flieger ohne Triebwerke. Dabei meinte man bisher meistens Flugzeuge von Airbus. Wegen Problemen mit den Motoren für die A320-Neo-Familie standen zeitweise mehrere Dutzend Jets in Toulouse ohne Motoren herum.

Seit einiger Zeit trifft Boeing dasselbe Problem. Vor dem Werk in Renton stehen derzeit mehr als 40 Flugzeuge herum, an denen Triebwerke fehlen. Es handelt sich dabei um 737 Max. Es gibt Probleme mit den Lieferungen des Triebwerksbauers CFM International. Aber auch Lieferant Spirit Aero Systems hat Mühe, genug schnell Rümpfe zu liefern.

CFM weniger optimistisch

Im Oktober werde man mit den Auslieferungen hinterherhinken, kündigte Boeing an. Aber man erwarte auch, dass sich die Lage im November und Dezember entspanne. Dennoch: «Noch haben wir uns nicht komplett erholt und das dürfte auch bis Ende des Jahres nicht passieren», sagte Finanzchef Greg Smith gemäß der Nachrichtenagentur Reuters weiter.

CFM, ein Joint Venture des Konzerns General Electric und des französischen Unternehmens Safran, ist allerdings selbst nicht ganz so optimistisch. Wie Geschäftsführer Gael Meheust der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte, liegt man bei Airbus wieder im Rahmen der geplanten Auslieferungen. Bei Boeing dauere es länger.

Später begonnen

Der Grund: Die Produktion der 737 Max begann später als die der Airbus A320 Neo. Zudem sind die CFM-Triebwerke die einzige Option bei den Boeing-Mittelstreckenfliegern. Airbus bietet den A320 Neo auch mit Triebwerken von Pratt & Whitney an. Auch der Triebwerksbauer kämpft allerdings mit Problemen und Verspätungen.



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