Triebwerk von General Electric: Beim Dreamliner Teile verloren.

Dreamliner-Panne: Untersuchung

Bei einem Testflug verlor eine Boeing B787 Triebwerksteile. Nun ermittelt die amerikanische Aufsichtsbehörde NTSB.

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Um 16:07 Uhr Ortszeit wurde am Charleston International Airport Alarm ausgelöst. Im Gras vor der einzigen derzeit aktiven Start- und -Landebahn war am vergangenen Samstagnachmittag (28. Juli) ein Feuer ausgebrochen. Die Einsatzkräfte fuhren umgehend zur Stelle, um sie näher zu inspizieren. Sie fanden dort schnell Metallteile. Zuerst vermuteten sie, die Splitter könnten von einem Militärflieger stammen. Denn der Airport wird nicht nur zivil, sondern auch von der amerikanischen Luftwaffe benutzt. «Aber die Teile waren nicht von unseren C-17», erklärte Air-Force-Sprecherin Rose Alexander gegenüber der Lokalzeitung The Post and Courier. Der Flughafen blieb für mehr als eine Stunde geschlossen.

Rasch zeigte sich, dass die abgefallenen Teile von einem Dreamliner stammten. Boeing testet am Charleston International Airport seinen neuen Vorzeigeflieger, der im angrenzenden Werk North Charleston gefertigt wird. Offenbar waren die Splitter bei einem Flug vom Triebwerk der zuletzt produzierten und noch unbemalten Maschine abgefallen. Der Motor stammte von General Electric. «Eine 787 hatte heute ein Triebwerksproblem während sie in North Charleston Starttests durchführte», erklärte Boeing-Sprecherin Candy Eslinger gegenüber dem Post and Courier. Der Konzern reagierte später mit der Mitteilung, dass man keine Kenntnis von Problemen habe, die «die Anlass für Sorgen bezüglich des sicheren Betriebs der bereits aktiven 787 mit Motoren von GE» habe. Das amerikanische National Transportation Safety Board will es aber genauer wissen und ordnete eine Untersuchung des Vorfalls an.

Probleme auch bei Rolls-Royce-Motoren

Es sind nicht die ersten Triebwerksprobleme des Dreamliner. Der Erstkunde All Nippon Airways entdeckte kürzlich Abnutzungen an den Motoren seiner B787. Grund dafür sei die Oberflächenbehandlung während der Produktion, heißt es damals in einer Mitteilung der Airline. Man arbeite eng mit Boeing zusammen, um die fehlerhaften Bauteile so schnell wie möglich auszutauschen und wieder flugfähig zu sein. Diese Problem-Triebwerke waren vom Typ Trent 1000 von Rolls-Royce. Am Getriebegehäuse gebe es ein Materialproblem, so ANA.

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