Boeing B737-800 von Ryanair im Flug: Zuwachs für die Flotte.

Wie Ryanair Boeing weichklopfte

Die irische Billigairline bestellt 200 weitere B737. Sie bekommt die Flugzeuge wohl zum Discountpreis - weil Konzernchef Michael O'Leary wiederholt drohte.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Nach dem endgültigen Nein der Europäischen Union zur Übernahme von Aer Lingus konzentriert sich Ryanair offenbar wieder ganz aufs Wachstum aus eigener Kraft. Wie die Tageszeitung The Irish Independent schreibt, bestellt die Fluggesellschaft in Kürze 200 weitere B737 bei Boeing. Ob es sich um die jetzige Version B737-800 oder die neue B737MAX handelt, ist derzeit noch nicht klar. Der Großeinkauf soll nächste Woche beim Staatsbesuch des irischen Regierungschefs Enda Kenny beim amerikanischen Präsidenten Barack Obama in Washington besiegelt werden. Es ist die größte Bestellung in der Geschichte von Ryanair und auch eine der größten für Boeing.

Bereits im Januar hatte Vorstandsvorsitzender Michael O'Leary angedeutet, dass sein Unternehmen Bedarf für rund 200 weitere Flieger habe. 500 Flugzeuge sollen sich nach seinen Plänen dereinst in der Flotte befinden. Schließlich will er die Passagierzahl von heute 80 Millionen pro Jahr auf 120 Millionen hochschrauben. Er will aber nicht nur die Kapazität erhöhen, sondern auch ältere Flieger ersetzen. Die Auslieferungen müssten deshalb bereits 2015, 2016 und 2017 stattfinden.

China und Russland geprüft

Offiziell hat die Riesenorder einen Umfang von 17,8 Milliarden Dollar. Denn eine Boeing B737-800 kostet derzeit gemäß Listenpreisen 89,1 Millionen Dollar. Im Schnitt aber beträgt der Rabatt auf eine Order von Boeing bei einer größeren Fluggesellschaft rund 45 Prozent. Angesichts der Wichtigkeit des Kunden Ryanair und des riesigen Umfangs der Bestellung dürften die Iren aber wohl bis zu 60 Prozent rausgeschlagen haben. So viel kriegen gute Kunden.

Denn O'Leary verhandelte geschickt. Er klopfte Boeing stetig weicher. So verkündete er im Sommer 2011, sich an der Entwicklung der chinesischen C919 zu beteiligen. Wenn der chinesische Hersteller Comac seine Bedürfnisse treffe, werde er eine sehr große Bestellung bei ihm platzieren, erklärte er damals. Und er sprach von 200 Fliegern. Zugleich wurde bekannt, dass er sich dafür interessierte 200 Stück der russischen MS-21 von United Aircraft Corporation zu kaufen. Das Ganze war aber nur ein Manöver zur Einschüchterung, wie sich nun zeigt. Denn eine Einheitsflotte schafft Ryanair erst die Kostenvorteile, die man als Ultra-Lowcost-Anbieter braucht. Derzeit hat die Airline 305 B737-800 im Einsatz.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Ryanair ätzt gegen Deutschland und das DLR, um in Österreich Druck zu machen

ticker-ryanair

Ryanair startet Flüge von Bremen nach Kalabrien

ticker-ryanair

Sunweb setzt künftig auch auf Ryanair-Flüge

Bombardier Challenger 3500: Die Ryanair Group hat vier Flugzeuge im Portfolio.

Ryanairs geheime Bombardier-Challenger-Flotte

Video

fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack
iberia sonnenfinsternis
Die Sonnenfinsternis hielten die Menschen an vielen Orten in Europa in Atem. Iberia beobachtete sie von einem Airbus A321 XLR aus - und hielt das im Video fest.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Unglücksort: Das Wrack der ATR 72 von Voepass.
Schon lange vor dem Absturz der ATR 72 mit 62 Toten waren bei Voepass Probleme mit Wartung und Enteisung bekannt. Dennoch wurde laut Erkenntnissen der brasilianischen Bundespolizei nicht konsequent gehandelt. Ihre Ermittlungen belasten die Fluggesellschaft - aber auch die Luftfahrtbehörde Anac.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin