Letzte Aktualisierung: 19:02 Uhr

Boeing 777X: Emirates soll helfen

Die Golfairline soll Boeing bei der Entwicklung der Neuversion helfen. Das könnte auch ein Zeichen für eine Bestellung der B777X sein.

Emirates

Boeing 777 von Emirates: Bald ins Design des Nachfolgers involviert.

Am vergangenen Donnerstag war Premiere. Die Lufthansa bestellte als erste Fluggesellschaft überhaupt die Neuversion der Boeing 777. In der größten Order, welche die deutsche Airline jemals platzierte, waren auch 34 Boeing 777-9X enthalten. Beim amerikanischen Flugzeugbauer hofft man nun offenbar auch auf einen Auftrag von einem Lufthansa-Konkurrenten. Wie die Zeitung The National berichtet, soll Emirates wesentlich an die Entwicklung des neuen Jets beteiligt sein.

Kein Wunder. Bei Boeing hofft man auf eine Großbestellung der Golf-Airline. 175 Boeing 777 befinden sich momentan in der Flotte von Emirates. Damit ist sie der größte Kunde des Langstreckenjets. Doch schon bald will die Fluggesellschaft diese Jets ersetzen. Ab 2017 sollen die aktuellen 777 nach und nach ausgemustert werden. Dementsprechend steht schon bald eine Entscheidung über den Ersatz an.

Große Pläne für die Dubai Air Show

Schon im Frühjahr hatte Emirates-Präsident Tim Clark angekündigt, die 777X zu bestellen, wenn Boeing das Programm offiziell ankündigt. Das ist bisher noch nicht geschehen. Doch man munkelt, dass bei der Dubai Air Show im November einiges zu erwarten ist. Immerhin sind die Nahost-Airlines zahlungskräftige Kunden. Marty Bentrott, Boeings Vize-Verkaufschef in der Golfregion ist optimistisch. «Wir sind noch nicht sicher, wer was macht, aber wir sehen wunderbare Möglichkeiten bei Emirates, Etihad und Qatar», so der Manager.

Die Boeing 777X soll 15 Prozent geringere Betriebskosten bieten als die aktuelle Boeing 777-300ER. Die Tragflächen des Jets sind aus Verbundwerkstoffen. Zusätzlich will Boeing die Kabine überarbeiten und diese an die des Dreamliners anlehnen. Der Innenraum soll in der Kategorie ähnlicher Jets am meisten Platz bieten. Boeing kündigt an, dass die Kabine 11 Prozent mehr Raum bietet als der Airbus A350.



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