Winglet einer 737 Max von Sun Express: Das Modell bekommt bald in Europa grünes Licht.

Easa-ChefBoeing 737 Max darf nächste Woche in Europa abheben

In anderen Ländern fliegt sie schon wieder mit Passagieren, jetzt steht die Boeing 737 Max auch in Europa vor der erneuten Zulassung. Nächste Woche ist es soweit.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Europas Luftfahrtbehörde wird in der kommenden Woche grünes Licht für die Rückkehr der Boeing 737 Max geben. Easa-Chef Patrick Ky sagte in einem Gespräch mit dem deutschen Luftfahrt-Presse-Club: «Die Max wird von unserer Seite in der nächsten Woche freigegeben, um wieder in Europa zu fliegen.» Airlines müssten für den Betrieb der Boeing 737 Max natürlich Bedingungen wie die nötigen Softwareupdates erfüllen.

Derzeit arbeite man außerdem an der Zertifizierung der Billigflieger-Variante Boeing 737 Max 200. «Wir erwarten, in den kommenden Wochen fertig zu sein», sagte Ky. Max-200-Großkunde Ryanair könne daher für den Sommer mit dem Flugzeug planen.

Synthetic Airspeed statt dritter Anstellwinkelsensor

Auch andere Fluggesellschaften werden wohl zum Sommerflugplan hin wieder mit der Boeing 737 Max planen. In Deutschland hat Tuifly das Modell bestellt. Sun Express, der gemeinsame Ferienflieger von Lufthansa und Turkish Airlines, bekommt ebenfalls die Max, allerdings erst ab Ende 2021.

Easa-Chef Ky bestätigte, dass die Boeing 737 Max keinen dritten Anstellwinkelsensor haben wird. Man habe sich aber mit dem amerikanischen Flugzeugbauer darauf geeinigt, dass dieser in Zukunft auch die Max mit einer Anzeige für die sogenannten Synthetic Airspeed ausstatten wird, wie sie in der Boeing 787 schon zum Einsatz kommt.

Auch in Kanada darf Max wieder starten

Dabei wird das Tempo des Flugzeugs aus Daten der Anstellwinkel-Sensoren sowie aus anderen Quellen indirekt berechnet. Er handelt sich also um eine ergänzende Kontrollangabe. Boeing werde dies bis zur Zertifizierung der Boeing 737 Max 10 umsetzen, die etwa im Jahr 2022 anstehen könnte, sagte Ky.

In den USA, Brasilien und Mexiko fliegt die Boeing 737 Max bereits wieder. Auch in Kanada hat sie mittlerweile grünes Licht. Air Canada plant den erneuten Max-Start für den 1. Februar.

Mehr zum Thema

Air Canada startet am 1. Februar wieder mit Boeing 737 Max

Air Canada startet am 1. Februar wieder mit Boeing 737 Max

Boeing 737 Max 8 von Gol: Erste Linienflug mit Passagieren nach Wiederzulassung.

Boeing 737 Max ist wieder mit Passagieren in der Luft

Boeing 737 Max von Tui: Der deutsche Ableger hat noch keine.

Was Europa bei der Boeing 737 Max zusätzlich verlangt

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier