Flugschüler von Cathay Pacific (Archivbild): Ungebührliches Verhalten.

Keine UnfallmeldungenBodenkollision, beschädigter Propeller, Verlassen der Piste: Cathay wirft drei Flugschüler raus

Fehler können passieren, dazu ist die Ausbildung da. Doch sie dürfen nicht extrem sein und müssen vor allem auch kommuniziert werden. Das mussten drei Flugschüler von Cathay Pacific lernen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Pilot oder Pilotin gilt nach wie vor als ein Traumberuf. Der Weg ins Cockpit ist teuer und steinig. Bei Lufthansa liegt die Durchfallquote allein bei den Einstellungstests bei knapp 93 Prozent. Wer in die Flugschule aufgenommen wird und es bis zum ersten Soloflug schafft, hat viel Arbeit und Geld investiert und ist dem Ziel schon sehr nah.

Man könnte annehmen, dass, wer so weit gekommen ist, sich das Ziel nicht mehr nehmen lassen möchte. Drei Flugschüler von Cathay Pacific mussten ihren Traumberuf aber aufgeben. Der Vorwurf: Sie haben die Vorschriften zur Meldung von Zwischenfällen nicht eingehalten. In der Folge wurden die drei von Cathay Pacific gefeuert.

Verunglückte Landung und eine Kollision

Die Fluglinie aus Hongkong führt die Flugausbildung bei Aero Guard Flight Training Center in der Nähe von Phoenix im US-Bundesstaat Arizona durch. Anfang des Monats wurden alle Alleinflüge von Cathay-Kadettinnen und-Kadetten allerdings plötzlich ausgesetzt. Der Grund: Es war zuvor zu einer Reihe von merkwürdigen Zwischenfällen gekommen.

Schuld waren die drei Flugschüler, wie ein internes Memo zeigt über das zuerst die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet hatte. Es gibt mehr Details zu den Vorwürfen preis: So soll ein Trainingsflugzeug mit einem festen Objekt kollidiert sein. Zu Buche steht auch eine verunglückte Landung, deren Folge ein massiver Schaden am Propeller sei. Außerdem geht es um das willkürliche Verlassen der Start- und Landebahn.

Keine Meldung gemacht

In zwei der drei Fälle «versäumten es die Studenten, den Schaden ordnungsgemäß zu melden», heißt es in dem Memo. Cathay Pacific hat den Vorfall inzwischen bestätigt. In einer Mitteilung heißt es, dass bei Verstößen gegen die Meldepflicht für Flugunfälle eine Null-Toleranz-Politik gelte. «Eine gerechte und offene Berichtskultur steht im Mittelpunkt unserer Werte», sagte Chris Kempis, Direktor des Flugbetriebs der Fluglinie.

Cathay Pacific teilte weiter mit, dass die Entscheidung, die drei Pilotenanwärter zu entlassen, «auf den Abschluss einer umfassenden Untersuchung folgt, die von der Ausbildungsschule in Abstimmung mit Cathay Pacific und den zuständigen Behörden durchgeführt wurde».

Soloflüge werden wieder aufgenommen

Nach dem Aus der drei Flugschüler hat Cathay den Soloflugbetrieb bei Aero Guard wieder aufgenommen.

Mehr zum Thema

Jet von Cathay Pacific: Mancher könnte am Boden schneller sein.

Cathay warnt Pilotinnen und Piloten, nicht absichtlich langsam zu rollen

B777X in den Farben von Cathay: Weiterer Großauftrag für Boeing für den neuen Flieger.

Cathay legt nochmal nach

Lufthansa verkauft Flugschule in Arizona an United

Lufthansa verkauft Flugschule in Arizona an United

Vorfeld des Flughafen Berlin Brandenburg

Die Menschen, die den BER technisch am Laufen halten

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies