Flughafen Frankfurt und Verdi-Schreiben: Widerstand gegen die AfD.

«Abschiebetickets»Bodenangestellte sehen Luftfahrt durch AfD verunglimpft

Die Verdi-Vertrauensleute Lufthansa Boden in Frankfurt kritisieren die «Abschiebetickets» eines AfD-Kreisverbandes scharf. Diese stünden im Gegensatz zu den Werten der Luftfahrt und würden ein schlechtes Licht auf die Branche werfen.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Der Kreisverband Karlsruhe  der AfD hat in Briefkästen Abschiebetickets eingeworfen, die auf der Vorderseite Flugtickets nachempfunden sind. Statt eines Passagiernamens steht darauf «illegale Einwanderer» und als Reiseziel «sicheres Herkunftsland». Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung, wie das Fachportal Legal Tribune  berichtet. Und es gibt auch Widerstand aus der Luftfahrtbranche.

In einem Schreiben der Vertrauensleute der Gewerkschaft Verdi für die Lufthansa-Bodenangestellten am Flughafen Frankfurt, das aeroTELEGRAPH vorliegt, heißt es: «Diese Bordkarten wurden unter anderem auch in unserer nächsten Umgebung, in Offenbach, in die Briefkästen von Bürger:innen mit nicht typisch deutsch gelesenen Nachnamen verteilt.» Die Rechtspartei befinde sich mit dieser Aktion in der Tradition der NSDAP und der rechtsextremen NPD, die in den Jahren 1933 und 2013 bereits Bahn- beziehungsweise Flugtickets an Menschen verteilten hätten, die aus ihrer Sicht unerwünscht gewesen seien.

«Bordkarten stellen nur WIR aus»

«Bordkarten sind unser Arbeitsmaterial, die AfD zieht unsere Branche damit in eine faschistoide politische Ecke, die nicht zu unserem Weltbild und Geschäftscredo gehört», schreiben die Vertrauensleute des Bodenpersonals. Das Luftfahrtgeschäft sei international und verbindend, nicht spaltend und ausgrenzend. «Bordkarten stellen nur WIR aus und diese sind bunt - so wie wir», heißt es. Die AfD sei keine Alternative für Deutschland.

Mehr zum Thema

Verdi: Branchentarifverträge für Bodenverkehrsdienste werden allgemeinverbindlich

Verdi: Branchentarifverträge für Bodenverkehrsdienste werden allgemeinverbindlich

Verdi wittert bei Fraport-Betriebsratswahlen Unregelmässigkeiten

Verdi wittert bei Fraport-Betriebsratswahlen Unregelmässigkeiten

ticker-lufthansa

Lufthansa fliegt im Sommer 2026 wieder von München nach Jersey

lufthansa junkers f13 1926

Wie 1926 in der Weimarer Republik die erste Lufthansa entstand

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack