Boeing B777 der Swiss: Eigentlich die einzig mögliche Wahl, so Cord Schellenberg.

«Nicht für alle Langstrecken»

Luftfahrtexperte Cord Schellenberg erklärt, warum die Swiss die B777 wählen musste und welche Flieger sie und ihre Mutter Lufthansa noch kaufen könnten.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

strong>Die Swiss kauft sechs Boeing B777-300ER. Überrascht Sie dieser Entscheid?

Cord Schellenberg: Nein. Die Swiss will wachsen. Und dafür braucht sie größere Flugzeuge. Und Airbus hat solche derzeit einfach noch nicht im Angebot.

Die B777 bietet aber gleich rund 50 Prozent mehr Kapazität. Ist sie nicht etwas zu groß?

Schellenberg: Die Swiss will ja aber ihre stärksten Märkte noch besser bedienen. Dazu braucht sie einfach deutlich größere Flugzeuge. Zudem hat die Lufthansa genug Erfahrung, um zusätzliche Passagiere über Zürich zu lenken, wenn die Flieger nicht voll ausgelastet sein sollten. Die B777 ist aber sicherlich nicht für alle Langstrecken geeignet. Deshalb bestellte die Swiss auch nur sechs Stück. Weniger würde keinen Sinn machen. Mehr aber wohl auch nicht. Die Fluggesellschaft könnte für den Ersatz der restlichen A340-300 auch weitere A330 kaufen. Die hat sie ja bereits jetzt in der Flotte.

Kann die Swiss dieses Wachstum verwirklichen?

Schellenberg: Die Swiss zeigte in den letzten Jahren, dass sie stetig aber bedächtig wachsen kann. Sie hat eine starke Marke. Und sie hat diverse Märkte, in denen sie sehr gut aufgestellt sind. Wenn sie da immer wieder Passagiere abweisen muss, weil die Flieger voll sind, ist das gefährlich. Diese Reisenden riskiert man für immer zu verlieren. Die wechseln dann zur Konkurrenz und sehen, dass deren Angebot auch okay ist.

Ist das auch ein Abwehrschritt gegen die Golfairlines?

Schellenberg: Ja. Die Swiss muss Emirates und Qatar etwas entgegenstellen. Die bedienen ja Zürich immer stärker und mit großen Flugzeugen. Mit altem Fluggerät würde es zunehmend schwierig, da zu bestehen.

Bislang setzt Swiss nur auf Airbus. Bringt der Verlust der Einheitsflotte nicht einen Nachteil?

Schellenberg: Die Lufthansa hat die B777 ja schon im Konzern, als Frachter und auch bei Austrian Airlines. Daher kann man nicht sagen, das sei die Abkehr von der Einheitsflotte. Zudem muss man einfach sehen: Airbus hat derzeit nichts anzubieten.

Fiel der Entscheid in Zürich oder in Frankfurt?

Schellenberg: Harry Hohmeister ist als Swiss-Chef clever und hat innerhalb des Lufthansa-Verbundes sicher eine starke Stimme. Aber am Ende fällt die Zentrale Entscheide von solcher Tragweite. Es war auch das Lufthansa-Flottenmanagement, das federführend mit Boeing verhandelte. Aber das ist in einem Konzern auch ganz normal.

Auch die Lufthansa selbst kauft ja bald neue Langstreckenflugzeuge. Was schafft sich die Mutter für Flieger an?

Schellenberg: Für mich wird die Wahl zwischen A350 von Airbus und B787 oder B777 fallen. Entscheidend wird nun sein, wie Boeing die Probleme mit dem Dreamliner löst. Wenn sich das noch hinzieht, hat Airbus die besseren Karten.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

lufthansa erster airbus a350 1000 erstflug 01
Der erste Airbus A350-1000 der deutschen Fluggesellschaft trägt den XXL-Kranich und hat nun erstmals den Boden verlassen. Noch sitzen aber keine Lufthansa-Piloten am Steuer.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil