Sonaca AircraftBelgischer Kleinflugzeughersteller verschwindet endgültig

Ein weiteres, kleines Kapitel der europäischen Luftfahrt endet: Der belgische Flugzeugbauer Sonaca Aircraft wird abgewickelt. Es ist das endgültige Aus für die Modelle S200 und 201.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

«Es ist ein trauriges, aber sauberes Ende dieses großartigen Abenteuers», sagt Yves Delatte, Chef des Luft- und Raumfahrtkonzerns Sonaca Group und der Tochter Sonaca Aircraft zur belgischen Wirtschaftszeitung L'Echo. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass Sonaca Aircraft, ein wallonischer Hersteller für Kleinflugzeuge, aufgelöst wird.

Delatte erklärt, dass es für den Hersteller keine Aussicht auf eine Rückkehr zur Rentabilität gegeben habe. Sonaca Aircraft hat im Jahr 2023 rund 900.000 Euro Verlust gemacht. Entlassungen hat es laut dem Unternehmen nicht gegeben, da die verbliebenen Beschäftigten auf neue Positionen innerhalb der Gruppe versetzt wurden.

Produktion wurde 2022 beendet

Das Ende von Sonaca Aviation erfolgte schrittweise: Bereits im Mai 2022 musste der Hersteller die Produktion seines Zweisitzers, der S200, einstellen. Seither beschränkte sich das Unternehmen auf den Kundendienst für die bereits ausgelieferten Flugzeuge.

Dabei hatte alles so vielversprechend angefangen. 2015 wurde Sonaca Aviation mit der Unterstützung der belgischen Region Wallonie gegründet. Der Hersteller entwickelte und zertifizierte mit der S200 ein einmotorigen Schulungsflugzeug mit moderner Technik. 2018 startet die Produktion, 2019 wurde die Variante S201 mit Glascockpit zertifiziert.

57 Flugzeuge produziert

Doch es reichte nicht aus, um das Modell zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu machen. Mit der Corona-Pandemie brachen die Aufträge ein, Flugschulen benötigten keine neuen Flugzeuge mehr. So konnte Sonaca Aircraft nicht genügend Bestellungen einsammeln. Nach der Auslieferung von 57 Flugzeugen wurde die Produktion in Temploux, südlich von Brüssel, daher im Mai 2022 eingestellt. Jetzt wird die Firma abgewickelt.

Mehr zum Thema

Platz 8: Tecnam P-Mentor: 60 Stück.

Tecnams Schulungsflugzeug im Anflug auf die USA

Eine Tecnam P2006T eines privaten Besitzers: Ähnlichkeit mit dem Vulcanair-Modell.

Tecnam und Vulcanair - die Zwillinge aus Italien

Eine Fokker 50 von Amapola Flyg. Die schwedische Fluggesellschaft besitzt 20 Exemplare des Turbopropfliegers.

Das Erfolgsgeheimnis heißt Fokker 50

Falcon 7X der belgischen Luftwaffe: Ein Het sorgte jetzt für Probleme.

Belgischer Regierungsflieger strandet in der Karibik - Außenminister außer sich

Video

Prototyp der EFlyer 2: Dass Flugzeug soll 2026 von der FAA zertifiziert werden.
Der Eflyer 2 soll im kommenden Jahr zertifiziert werden. Sechs Jahre später als ursprünglich anvisiert. Dafür soll es ein elektrisches Schulungsflugzeug mit sehr geringen Betriebskosten werden, verspricht Hersteller Bye Aerospace.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A321 XLR von Aer Lingus: Das Flugzeug mit der Kennung EI-XLT fällt auf unbestimmte zeit nach einer harten Landung aus.
Ein Airbus A321 XLR der irischen Nationalairline ist am Flughafen Dublin hart gelandet. Das erst ein Jahr alte Flugzeug könnte Monate ausfallen und Aer Lingus Kosten in Millionenhöhe verursachen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sprung aus der Boeing 737-800 von Air Congo: Riskant.
Die Boeing 737 kam an, doch niemand dachte an die Treppe. Am Flughafen Kindu in der Demokratischen Republik Kongo mussten Reisende von Air Congo ihre Boeing 737 auf denkbar riskante Weise verlassen – per Sprung aus der Kabinentür aufs Vorfeld.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin