Weitere VerspätungBekommt ANA Mitsubishi-Jets erst 2019?

Eigentlich hätte ANA All Nippon Airways im Sommer 2018 die ersten Mitsubishi Regional Jets bekommen sollen. Doch nun informierte der Flugzeugbauer offenbar die Airline, dass es 2019 0der 2020 werden könnte.

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Am 9. September wollte Mitsubishi Aircraft am Grant County International Airport in Moses Lake bereit sein. Im kleinen Ort im US-Bundesstaat Washington herrscht meistens bestes Flugwetter. Darum entschied der japanische Flugzeughersteller, dort die fliegerischen Tests mit seinem Mitsubishi Regional Jet MRJ zu absolvieren. Doch bei der Überführung der Testmaschine mit dem Kennzeichen JA21MJ gab es wiederholt Probleme.

Mit rund einem Monat Verspätung traf das Flugzeug vergangene Woche doch im Nordwesten der USA ein. Auch wenn der Mitsubishi Regional Jet jetzt zu seiner Mission starten kann; die Japaner plagt bereits ein neues Problem. Wie die Wirtschaftszeitung Nikkei schreibt, hat Mitsubishi Aircraft Erstkundin ANA All Nippon Airways und Lieferanten informiert, dass es zu einer neuerlichen Verzögerung bei der Auslieferung des Flugzeuges kommt.

Änderungen im Design

Eigentlich war die Übergabe des ersten Mitsubishi Regional Jets an ANA für Mitte 2018 geplant gewesen. Doch nun zwingen Designänderungen Mitsubishi offenbar dazu, auch im Produktionsablauf Änderungen vorzunehmen. Darum verzögert sich die erste Auslieferung. Gemäß Nikkei ist nun von «2019 oder später» die Rede. Es ist die fünfte Verschiebung im Programm. Ursprünglich war die Erstauslieferung für 2013 geplant gewesen.

Der Mitsubishi Regional Jet wurde von Grund auf neu entwickelt. In der Variante MRJ 90 bietet das japanische Flugzeug Platz für 88 bis 92 Passagiere (eine Klasse). In der Long-Range-Variante (MRJ90 LR) kann der Mitsubishi Regional Jet bis zu 3770 Kilometer weit fliegen. Neben Mitsubishi Heavy Industries (65 Prozent des Kapitals) sind Mitsubishi Corporation, Toyota Motor (je 10), Sumitomo und Mitsui (je 5 Prozent) am Projekt beteiligt.

Ergänzung vom 3. Oktober 23 Uhr: Mitsubishi Aircraft hat den Bericht von Nikkei nun als unwahr zurückgewiesen. Konkretes zum Programm ließ der Flugzeugbauer aber nicht verlauten.

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