Beinahekollision am Nachthimmel

Eine Maschine von Virgin raste über Australien auf einen Jet von Cathay zu – der Flugüberwacher merkte nichts.

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Das Ereignis passierte im Dezember 2009. Nun hat das Australian Transport Safety Bureau erstmals darüber berichtet. Nordwestlich des kleinen Dörfchens Tennant Creek im Norden des Inselstaates rasten um 2.53 Uhr Ortszeit morgens zwei Jets gefährlich aufeinander zu. Sie befanden sich auf der gleichen Flugroute, wie die Behörde im Bericht schreibt, der nun im Juni 2011 veröffentlich wurde. Bis zu einem Crash hätten nur wenige Minuten gefehlt, so ein Resultat der Untersuchung.

Die Boeing 737-800 von Virgin Blue (heute Virgin Australia, (Registration: VH-VUJ) war unterwegs von Melbourne nach Darwin. Gleichzeitig flog Airbus A330-300 (Registration: B-HLV) in entgegen gesetzter Richtung von Hongkong Richtung Melbourne. Der zuständige Flugüberwacher hatte offenbar keine Ahnung, dass es zu einem Zusammenstoss kommen würde, wie der Bericht festhält. Die Besatzungen der beiden Maschinen bemerkten ihren Kollisionskurs selbstständig und unternahmen Massnahmen, um ein Unglück zu verhindern.

Einige Mängel entdeckt

Im Rahmen der Untersuchung fanden die australischen Behörden einige Schwachstellen. So war der Lotse nicht darin ausgebildet worden, wie man zwei Flugzeuge in solchen Notsituationen wieder auf separate Routen bringt. Zudem war im Zeitpunkt der Gefahr – es herrschte Stossverkehr über Australien – kein Aufseher anwesend, welcher dem Fluglotsen zur Seite hätte stehen können.

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