Lufthansa-Crews: Bald im Arbeitskampf?

Gescheiterte Verhandlungen Auch beim Kabinenpersonal von Lufthansa droht ein Streik

Die Gewerkschaft Ufo erklärt bislang geheime Verhandlungen mit der Lufthansa für gescheitert - und wirft der Airline vor, sie nicht ernst zu nehmen, da die Angebote so schlecht seien. Lufthansa widerspricht.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Nur kurz, bevor elf deutsche Flughäfen wegen eines Streiks des Sicherheitspersonal lahmgelegt werden, kommt die nächste Streikdrohung in der deutschen Luftfahrt. Dieses Mal könnte es die Lufthansa treffen, zeigt ein Schreiben der Kabinen-Gewerkschaft Ufo an ihre Mitglieder, das aeroTELEGRAPH vorliegt.

Seit dem 8. November verhandelt diese mit der Lufthansa über einen neuen Vergütungstarifvertrag. Eigentlich war abgemacht, über die Inhalte der Gespräche nicht zu kommunizieren. Doch die Gewerkschaft erklärt die Verhandlungen nun für abgebrochen. «Aktuell finden aber keine Verhandlungen statt, von daher halten wir es für richtig im Sinne der Transparenz, Euch kurz zu umreißen, wie Lufthansa in die Verhandlungen starten wollte», heißt es in dem Schreiben.

Forderungen so schlecht, dass sie einem Nein gleichkommen?

Die Forderungen der Ufo habe die Airline entweder nicht akzeptiert, oder so wenig geboten, dass das Angebot trotzdem einem Nein gleich kam, so der Vorwurf. So habe die Airline 50 Prozent Inflationsausgleich, 50 Euro mehr Urlaubsgeld und drei Prozent Gehaltserhöhung angeboten. «Wir finden, es sieht so aus, als würde die Lufthansa uns als Kabine nicht ernstnehmen», urteilt die Gewerkschaft.

Insgesamt 14 reine Verhandlungstage seien vergangen. Dabei habe die Lufthansa zuletzt auch wieder Rückschritte gemacht und Zugeständnisse wieder revidiert. Daher breche man die Verhandlungen ab. «Es gibt keine weiteren vereinbarten Termine», so die Ufo.

Nicht nur die eigenen Mitglieder sollen mobilisiert werden

Die Gewerkschaft möchte dazu nicht nur die eigenen Mitglieder mobilisieren.«Dafür wenden wir uns nun an unsere Mitgliedschaft aber genauso an die gesamte Belegschaft der Lufthansa-Kabine», heißt es. «Wir müssen zusammenstehen.» Und zum Abschluss droht sie mit einem Arbeitskampf, ohne das Wort «Streik» zu verwenden.

«Das schärfste Schwert einer Gewerkschaft ist so offensichtlich, dass wir es gar nicht separat aussprechen müssen», schreibt die Gewerkschaft. «Aber eins ist klar: Wir sind bereit, auch den Weg der Ultima Ratio zu gehen.»

Lufthansa widerspricht

Die Lufthansa wehrt sich in einer internen Veröffentlichung, die aeroTELEGRAPHG vorliegt, gegen die Vorwürfe. «Natürlich haben wir das von Ufo (...) kommunizierte Erstangebot seit Beginn der Verhandlungen substanziell weiterentwickelt», heißt es in einem Schreiben des Kabinenchefs Benedikt Schneider und der Personalchefin Astrid Neben.

«Für den Abbruch zum jetzigen Zeitpunkt fehlt uns daher jedes Verständnis.» Man fordere die Tarifpartner auf, die Verhandlungen schnell wieder aufzunehmen.

Mehr zum Thema

Am Samstag wird bei Discover fünf Stunden lang gestreikt

Am Samstag wird bei Discover fünf Stunden lang gestreikt

Discover: Starke Auswirkungen am Freitag.

Crews von Discover Airlines streiken am Freitag für 24 Stunden

Sicherheitskontrolle in Frankfurt: Am Donnerstag geschlossen?

Sicherheitspersonal streikt an elf Flughäfen in Deutschland

ticker-lufthansa

Wachstum bei Lufthansa City Airlines geht trotz Schlichtung weiter

Video

Die Boeing 787 hebt in München ab: Viel Staub aufgewirbelt.
Ein Dreamliner ist beim Start in München ungewöhnlich spät abgehoben und hat dabei eine große Staubwolke aufgewirbelt. Die Boeing 787 von Vietnam Airlines flog danach Schleifen und kehrte zum Flughafen zurück. Sie steht noch immer neben der Piste.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die Landung der saudischen Boeing 787 in Funchal: ungewöhnlicher Gast auf Madeira.
Langstreckenjets sind am Flughafen von Madeira seltene Gäste. Nun gab es eine Premiere: Eine Boeing 787 der saudischen Regierung landete in Funchal. An Bord sollen sich Mitglieder der Königsfamilie befunden haben.
Redaktion
fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack