Pilot von Easyjet: Angst vor Übermüdung.

PilotenBei Easyjet stehen die Zeichen auf Streik

Bei Easyjet könnte es schon bald zu Ausfällen und Verspätungen kommen. Piloten der Fluggesellschaft haben für den Arbeitskampf gestimmt. Sie sorgen sich wegen Übermüdung um die Sicherheit.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Von einer Wahlbeteiligung von 88 Prozent kann man in der Mehrheit aller Demokratien wohl nur träumen. Bei der jüngsten Abstimmung der Gewerkschaft British Airline Pilots' Association (Balpa) kam sie zustande. Und auch das Ergebnis ist ziemlich klar – oder «überwältigend», wie Balpa selbst in einer Mitteilung schreibt. 96 Prozent der rund 2000 Easyjet-Piloten, die Mitglied der Gewerkschaft sind, haben dafür gestimmt, zu streiken oder ähnliche Maßnahmen des Arbeitskampfes zu ergreifen.

Hintergrund ist ein Streit über das Thema Übermüdung im Cockpit. Die Pilotengewerkschaft fürchtet, dass durch eine hohe Arbeitsbelastung der Cockpit-Crews bei Easyjet eine erhöhte Gefahr der Übermüdung entsteht und das wiederum die Sicherheit der Passagiere beeinträchtigt. Laut der Balpa-Mitteilung hat Easyjet bereits ein Angebot vorgelegt, um einen Arbeitskampf zu verhindern.

Ersatz durch ausländische Piloten

Man werde dieses «Last-Minute-Angebot» nun anschauen und morgen mit Easyjet sprechen. Erst danach werde entschieden, ob es wirklich zum Streik komme. Noch seien keine Maßnahmen geplant, versichert die Gewerkschaft. Sollten die Gespräche zu keine Lösung führen, könnten die Streiks aber bereits im Oktober beginnen. «Easyjet ist bereit mit Balpa zu sprechen um eine Lösung zu finden», erklärt eine Sprecherin. Es sei momentan kein Streik geplant.

Easyjet hat allerdings die Möglichkeit, Piloten aus anderen Ländergesellschaften abzuziehen und als Ersatz für die streikenden Crews einzusetzen. Dieses Recht hat sich die Airline vor einem niederländischen Gericht erkämpft, als es darum ging, ausländische Piloten als Streikbrecher in den Niederlanden einzusetzen. Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat diese Praxis bereits kritisiert und fordert, dass die internationale Easyjet Pilots Group als übernationale Vertretung der Easyjet-Piloten anerkannt wird.

Mehr zum Thema

ticker-easyjet

Streik legt am Freitag Easyjet in Italien lahm

ticker-easyjet

Easyjet nimmt Flüge von Basel nach Pantelleria auf

ticker-southwest-airlines

Kurz nach Condor: Auch Easyjet und Southwest Airlines integrieren sich in Chat GPT

ticker-easyjet

Easyjet-Chef kritisiert britische Flugsicherung als «nicht widerstandsfähig genug»

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin